'Sport & Marke': Pandemie als 'Game-Changer d...
 
'Sport & Marke'

Pandemie als 'Game-Changer des Sportbusiness'

Gabriele Griessenböck
Podiumsdiskussion mit Dieter Brosz, Leitung Abteilung Sportstrategie, Sport und Gesellschaft, Sportbericht im Sportministerium, Hans Niessl, Präsident, Sport Austria, Klaus Hartmann, Präsident ÖEHV, und Magnus Brunner, Präsident ÖTV.
Podiumsdiskussion mit Dieter Brosz, Leitung Abteilung Sportstrategie, Sport und Gesellschaft, Sportbericht im Sportministerium, Hans Niessl, Präsident, Sport Austria, Klaus Hartmann, Präsident ÖEHV, und Magnus Brunner, Präsident ÖTV.

Das Event beleuchtete die Zukunft und aktuelle Herausforderungen der Branchen: Mitgliederschwund in Vereinen, Sportverbot, Planungssicherheit.

Beim jährlichen Sportbusiness-Kongress von Sport & Marke standen heuer vor allem digitale Geschäftsmodelle im thematischen Fokus. Gleichzeitig habe die Branche aber noch mit vielen Nachwehen der Corona-Pandemie zu kämpfen: mangelnde Planungssicherheit, Mitgliederschwund in den Vereinen von 30 Prozent und mehr. Dieter Brosz, Abteilungsleiter für Sportstrategie im Sportministerium, verkündete auf dem Podium Millionenhilfen zum Wiederaufbau des Sports in Österreich an: Vereine werden demnach bei der Mitgliederwerbung und Bewegungsförderung ebenso finanziell unterstützt wie der Spitzensport. Zumindest aus finanzieller Sicht solle dadurch wieder mehr Planungssicherheit herrschen. Hans Niessl, Präsident von Sport Austria, meinte, dass sich im Zuge der Pandemie das Verständnis von Sport verändert habe, gleichzeitig habe man durch das Sportverbot ein alarmierendes Zeichen gesetzt: „Gut 80 Prozent der Kinder haben sich schon vor der Pandemie nicht ausreichend bewegt." Man müsse die Diskussion neu aufgreifen, um für die Gesundheit mehr zu tun und das bereits im Jugendalter.

Die digitale Markenpräsenz werde in Zukunft steigen: „Digitale Assets werden auch im Sport weiter an Bedeutung gewinnen“, sag dazu Andreas Knupfer von Nielsen Sports, der beim Kongress aktuelle Studienergebnisse vorstellte. „Die Digitalisierung ist kein Allheilmittel, sie wird aber massiv an Relevanz gewinnen." Viele Marken würden ihre Werbeausgaben reduzieren. Stark davon betroffen seien die Sportartikelhersteller, die Wettindustrie, Tourismus, Luftfahrt und die Automobilindustrie.

Was Sponsorings betrifft, so würden diese heute "stärker hinterfragt" werden -  es habe ein Wertewandel in der Gesellschaft stattgefunden. „47 Prozent der Befragten haben heute ein größeres Interesse an sozial-verantwortlich handelnden Marken.“ Dementsprechend werde sich auch der Sport verändern.
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