Sommerfest der IV: Die Zukunft des Wirtschaft...
 

Sommerfest der IV: Die Zukunft des Wirtschaftsstandortes

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Hesoun: Klares Bekenntnis der Politik zu Unternehmen mit internationalem Wettbewerbsvorsprung nötig – Kurz: Als Standort wieder zur Spitze Europas aufschließen, Steuer- und Abgabenquote senken

Am Donnerstagabend lud die Industriellenvereinigung Wien (IV-Wien) zum Sommerfest im Kursalon Wien. Rund 600 Gäste hörten zur Eröffnung den designierten Bundesobmann der Volkspartei Außenminister Sebastian Kurz und IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun im Dialog zur Zukunft des Wirtschaftsstandortes Österreich und zur notwendigen Weiterentwicklung der EU.

Bedeutung der Industrie

IV-Wien-Präsident Hesoun unterstrich die Bedeutung der Industrie als Innovationsmotor für den Wirtschaftsstandort, durch dessen wirtschaftliche Effekte in Österreich zwei von drei Jobs gesichert werden. "Wir müssen uns bewusst sein, dass Arbeitsplätze nicht nur durch Maßnahmen auf nationaler Ebene gesichert oder geschaffen werden können," ergänzte der Wiener Industrie-Präsident. Hesoun weiter: "Wir benötigen daher einerseits ein klares Bekenntnis der Politik zu den Unternehmen in Österreich mit ihrem im internationalen Vergleich technologischen Wettbewerbsvorsprung, sowie auf der anderen Seite aber auch einen festen Zusammenhalt in wirtschaftspolitischen Fragen auf europäischer Ebene. Denn nach Jahrzehnten, in denen der globale Wettbewerb über die Produktionskosten - und damit über Personalkosten - geführt wurde, können wir heute wieder verstärkt mit Know-how und Innovationen punkten. Diese Chance müssen wir jetzt ergreifen, denn in anderen Regionen der Welt hat Wettbewerb eine andere Dimension. Wir brauchen dazu außerdem in Österreich und ganz Europa wieder mehr Selbstbewusstsein, sowie eine strategisch-standortpolitische Diskussion mit Fokus auf unsere wirtschaftlichen Stärken."

"Nicht zufrieden geben mit Status Quo"

Bundesminister Kurz betonte: "Der Wohlstand Österreichs wird durch die Wirtschaft getragen. Deshalb ist ein zentrales Problem, dass der Standort Österreich immer weiter zurückfällt. Wir dürfen uns daher nicht mit dem Status Quo zufriedengeben oder mit marginalen Verbesserungen in Bereichen wie Wirtschaftswachstum oder Arbeitslosigkeit. Unser Anspruch muss sein, wieder an die Spitze in Europa zu kommen und nicht auf Basis konjunktureller Entwicklungen mit Minimalfortschritten zufrieden zu sein." Der Außenminister erklärte weiter: "Die Steuern, Abgaben und Gebühren steigen in Österreich sukzessive an. Auch durch kontinuierlichen Einsatz und hohe Leistungsbereitschaft bleibt dadurch zu wenig übrig, um sich etwas aufbauen zu können, das gilt für Bürger wie für Unternehmer. Das ist mit Sicherheit kein nachhaltiges System. Daher möchten wir die Steuer- und Abgabenquote in der nächsten Legislaturperiode auf unter 40 Prozent senken."

Bundesminister Kurz abschließend: "Wir müssen auch andere Rahmenbedingungen für den Standort verbessern, wie eine Überarbeitung des üppigen österreichischen Fördersystems, die Beschränkung der Zuwanderung ins österreichische Sozialsystem und eine deutliche Deregulierung für die Wirtschaft. Wir brauchen hier eine massive Reduktion und Vereinfachung. Es braucht weniger Regeln, aber diese müssen konsequent vollzogen werden." Nach der Eröffnung nutzten die Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien die Gelegenheit zum Netzwerken und inhaltlichen Austausch.

Prominente Gäste

Unter den Besuchern waren neben Außenminister Sebastian Kurz sowie dem Gastgeber IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun unter anderem: Heinrich Himmer (Stadtschulratspräsident Wien), Georg Kapsch (IV-Präsident, CEO Kapsch AG), Philipp von Lattorff (Generaldirektor Boehringer Ingelheim RCV), Michael Ludwig (Wiener Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung), Andreas Matthä, (CEO ÖBB) Dominik Nepp (FPÖ-Klubobmann Wien), Alejandro Plater (CEO Telekom Austria Group), Christian C. Pochtler (Vizepräsident IV Wien, CEO Pochtler Industrieholding AG), Walter Ruck (Präsident Wirtschaftskammer Wien), Ursula Simacek (Vizepräsidentin IV Wien, CEO SIMACEK Gruppe), Matthias Strolz (Vorsitzender NEOS), Christoph Swarovski (Präsident IV Tirol, Geschäftsf. Gesellsch. Tyrolit Schleifmittelwerke), Norbert Zimmermann (Aufsichtsratsvorsitzender Berndorf AG), Gabriele Zuna-Kratky (Direktorin Technisches Museum Wien).

(red)
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