So werben Tiroler Skigebiete in dieser Saison
 

So werben Tiroler Skigebiete in dieser Saison

007 TM Danjaq
Eine James-Bond-Kinoinstallation wird in diesem Winter auf dem Gipfel des Gaislachkogls neben dem ice Q Restaurant in Sölden eröffnen und soll Touristen anlocken. Die Location diente in Spectre als Kulisse.
Eine James-Bond-Kinoinstallation wird in diesem Winter auf dem Gipfel des Gaislachkogls neben dem ice Q Restaurant in Sölden eröffnen und soll Touristen anlocken. Die Location diente in Spectre als Kulisse.

Wie Tiroler Skigebiete ihre Besucher zum Auftakt der neuen Skisaison anlocken und welche neuen Ideen und Ansätze dahinterstecken.

Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe Nr. 43 des HORIZONT. Noch kein Abo? Hier klicken!

Pulverschnee, Sonne und ein außergewöhnliches Après-Ski-Programm – das allein reicht oft nicht mehr, um Gäste in Skigebiete zu locken. In Tirol lässt man sich deshalb einiges in Sachen Regionalmarketing einfallen, um die zahlreichen Urlauber zu begeistern. In der Wintersaison 2015/16 waren es rund 26,8 Millionen Nächtigungen. Die Aufenthaltsdauer lag bei durchschnittlich 4,6 Tagen. Das Ziel: diese Tage zu unvergesslichen Erlebnissen auch abseits der Skipiste zu machen, wie etwa mit einer Kinoinstallation im Söldener Gletscherskigebiet, wo am Samstag die neue Ski-Weltcupsaison beginnt. Das dort befindliche Restaurant ice Q wurde im James-Bond-Film Spectre zur Hoffler-Klinik und Ausgangspunkt einer rasanten Verfolgungsjagd in 3000 Meter Höhe. Speziell für die 007-Installation bauen die Bergbahnen Sölden ein weiteres Gebäude. Als Vorlage sollen Skizzen des James-Bond-Produktionsdesigners Sir Ken Adam dienen. Bei der Installation selbst soll der Besucher in unterschiedlichen Galerien „einen tiefen Einblick in die Dreharbeiten eines 007 Kinofilms“ erlangen, wird Neal Callow, Art Director der jüngsten vier Bond-Filme, zitiert. Auch laufen Vorbereitungen auf die Nordische Ski-WM 2019 in Seefeld: Derzeit werden zusätzliche Pisten, Sprungschanzen und ein neuer Speicherteich für die Schneeproduktion geschaffen. Doch nicht nur Innovationen wie diese stehen im Vordergrund, sondern auch auf die sportbegeisterte Zielgruppe abgestimmte Angebote, wie der Winter Erlebniswanderpass in der SkiWelt Wilder Kaiser, die insgesamt 284 Kilometer umfasst. Derzeit läuft auch eine gemeinsame Skikampagne unter der Marke SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental im Zusammenschluss von vier Tourismusverbänden und den Bergbahnen der SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental. Die Kampagne läuft in Österreich, Deutschland, den Niederlanden, UK und Tschechien. Am Arlberg startet man erstmals als größtes Skigebiet Österreichs in die Saison, nachdem im vergangenen Dezember die Vorarlberger und Tiroler Seite miteinander verbunden wurden. Hier setzt man vor allem auf Tradition. „Die Wiege des alpinen Skilaufs“ lautet der Claim, der auf historische Ereignisse wie den ersten Schlepplift Österreichs anspielt. In Kitzbühel setzt man auf den Aspekt „Schneesicherheit“ – an durchschnittlich 200 Tagen im Jahr könne man hier Ski fahren, lautet die Marketing-Kernaussage. Auf der Innovationsseite streicht man die neue 8-Sesselbahn Jufen hervor, deren Stationsdesign vom italienischen Designstudio Pininfarina stammt.
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