Red Bull führt Sponsoring-Liste in Deutschlan...
 

Red Bull führt Sponsoring-Liste in Deutschland an

Stratosphärensprung von Baumgartner als ein Faktor - Einsatz von 20 Mio. Euro in Deutschland - Auf den Rängen adidas, Nike und Mercedes - Sponsoring ein Wachstumsmarkt

Der thailändisch-österreichische Energy-Drink-Konzern Red Bull ist in Deutschland beim Sponsoring die Nummer eins - und das mit einem Deutschland-Budget von nur 20 Mio. Euro. Allerdings war an dem Erfolg der Stratosphärensprung von Felix Baumgartner, der aus einem anderen Budget finanziert wurde, ein entscheidender Faktor, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten zweiten Deutschen Sponsoring-Index.

Der Index baut auf einer Befragung von 9.000 Personen und der Bewertung von 645 Sponsoring-Objekten von 65 Firmen, die von Facit Research im Auftrag von Serviceplan Sponsoring & Live und Sky Media Networt durchgeführt wurde.

Baumgartner habe mit seinem Sprung aus 39 km Höhe "nicht nur die Schallmauer, sondern auch weltweite Quotenrekorde" durchbrochen. Das habe dazu beigetragen, dass 35 Prozent der Befragten Red Bull als Sponsor in Deutschland wahrgenommen haben. 85 Prozent gingen davon aus, dass das Sponsoring gut zur Marke passte, 82 Prozent gefielen die Engagements insgesamt. In Summe erhielt Red Bull 83 Punkte, gefolgt von adidas (81 Punkte), Nike (77), Mercedes (76) und Coca-Cola (75).

Das Sponsoring werde immer professioneller, zwei Drittel der untersuchten Marken hätten sich verbessert, heißt es in der Mitteilung zum Ranking. Die Bedeutung von Sponsoring im Media-Mix der untersuchten Marken legte von 14 auf 17 Prozent zu. Die Deutschen stehen Sponsoring sehr positiv gegenüber, 93 Prozent sind davon überzeugt, dass viele Veranstaltungen ohne nicht mehr stattfinden würden. 81 Prozent glauben, dass Unternehmen mit Sponsoring einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisen und 78 Prozent (plus 15 Prozent) stört die Einblendung eines Sponsors rund um eine Fernsehsendung nicht. Pay-TV-Abonnenten haben sogar eine noch höhere Affinität zum Sponsoring, so die Untersuchung.

Live-Sport ist das relevanteste Thema für Sponsoring - mit 53 Prozent - gefolgt von Medien-Sponsoring (20 Prozent) und Kunst/Kultur/Events mit 11 Prozent. Allerdings hat Kultursponsoring die am stärksten positiven Wirkung für die Marke.

In der Liste der 65 Firmen liegt der Wettanbieter bwin, der aus der Fusion der österreichischen bwin mit der britischen PartyGaming hervorgegangen ist, auf Rang 60 mit 37 Punkten (Vorjahr: 49 Punkte) und der österreichische Internetwettkonzern bet-at-home auf Rang 64 (31 Punkte).

(APA)
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