Rabattaktion vor Lockdown: Humanic rudert nac...
 
Rabattaktion vor Lockdown

Humanic rudert nach Shitstorm zurück

Humanic
Der Shitstorm in der Chronologie
Der Shitstorm in der Chronologie

Am letzten Einkaufssamstag, bevor der Handel bis auf wenige Ausnahmen in den Lockdown geschickt wird, ist der Andrang zum Teil groß gewesen. Humanic versuchte ebenfalls, die Warenlager durch Rabatte zu leeren, und erntete dafür massive Kritik in den Sozialen Medien.

Kurz vor dem verschärften Lockdown wollte Humanic das Geschäft mit einer 50-prozentigen Rabattaktion im stationären Handel noch einmal ankurbeln, wodurch sich vor den Läden lange Schlangen bildeten. Es trugen zwar viele Menschen den Mund-Nasen-Schutz, der massive Ansturm erlaubte es aber kaum, den nötigen Abstand einzuhalten. Dies sorgte angesichts der angespannten Corona-Lage für Kritik auf diversen Social-Media-Plattformen.



Auch heute ist mit keiner Beruhigung zu rechnen: Zahlreiche Einzelhändler – darunter Kika und XXXLutz – werben mit besonderen Ermäßigungen.

Nachdem der Shitstorm bereits im vollem Gange war, ging Humanic in die Offensive und verteidigte die Entscheidung, den Menschen vor dem Lockdown noch etwas Freude bereiten zu wollen, anstatt auf der Winterware sitzenzubleiben.



Doch auch das kam nicht besonders gut an. Vor allem der Hashtag #STAYPOSITIVE löste einen Sturm der Entrüstung aus. Gestern ruderte der Schuhhändler schließlich zurück und entschuldigte sich mit einem erneuten Facebook-Posting für die "kurzsichtige" Aktion. Man habe den Rabatt nur an Mitglieder des Kundenclubs versandt und nicht mit dieser Resonanz gerechnet. "Es gibt nichts schönzureden."



Dennoch appellierte Humanic an die Kunden, in den kommenden Wochen heimische Angebote von Onlinehändlern wahrzunehmen. Die Entschuldigung schien jedenfalls zu beschwichtigen: Die Reaktionen darauf im Netz waren gemäßigter und verständnisvoll.
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