Österreichische Papierindustrie blickt zufrie...
 

Österreichische Papierindustrie blickt zufrieden auf 2015 zurück

Austropapier/APA-Fotoservice/Rastegar
Im Bild v.l.n.r.: Christian Skilich (Mondi Europe and International, Vizepräsident Austropapier), Alfred Heinzel (Heinzel Group, Präsident Austropapier), Max Oberhumer (Sappi Austria, Vizepräsident Austropapier)
Im Bild v.l.n.r.: Christian Skilich (Mondi Europe and International, Vizepräsident Austropapier), Alfred Heinzel (Heinzel Group, Präsident Austropapier), Max Oberhumer (Sappi Austria, Vizepräsident Austropapier)

Die Papierproduktion wurde heuer um etwa zwei Prozent gesteigert.

Die österreichische Papierindustrie blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück. Im Rahmen der Jahrespressekonferenz sagte Alfred Heinzel, Präsident der Austropapier, dem Fachverband der Branche, dass man es trotz Rückgängen im inländischen Verbrauch geschafft habe, die Papierproduktion um zwei Prozent zu steigern. "Die optimale Nutzung von Holz hat oberste Priorität. Viele Unternehmen produzieren längst nicht mehr nur Papier und Zellstoff, sondern auch viele andere Faserprodukte. Die wesentlichen Herausforderungen der Branche bleiben weiterhin das Ökostromgesetz sowie die Energiekosten."

Eine Novellierung eben dieses Ökostromgesetzes fordert Christian Skilich, Vizepräsident der Austropapier: "Wir fordern nichts anderes als gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer. Die Tarifförderung lenkt immer mehr Holz in Richtung Verbrennung und unsere Betriebe müssen diese Situation auch noch über ihre Stromrechnung mitfinanzieren."

Insgesamt sind 2015 rund fünf Millionen Tonnen Papier produziert worden. Der Umsatz der Branche lag bei 3,8 Milliarden Euro. Zwei Drittel des verfügbaren Holzes werden laut der Papierindustrie inzwischen zu Strom und Wärme umgewandelt, ein Drittel wird zu Papier- und Holzprodukten verarbeitet. "Durch die stufenweise Verarbeitung von Holz zuerst zu Produkten, mehrmaligem Recycling und erst zum Schluss zu Energie, schafft die Papierindustrie eine fünffach höhere Wertschöpfung und zehn Mal mehr Arbeitsplätze als bei der rein energetischen Verwertung", heißt es in einer Aussendung der Österreichischen Papierindustrie.
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