Neues Bestellverhalten: mjam zieht Zwischenfa...
 
Neues Bestellverhalten

mjam zieht Zwischenfazit in der Corona-Krise

mjam

Seit rund einem Monat sind Restaurants in Österreich für Laufkundschaft geschlossen. Der Essensauslieferer mjam hat nun herausgefunden: in Zeiten von Home Office und Selbstisolation verändert sich das Bestellverhalten.

Mit dem Wegfall des Tagesgeschäfts brach Mitte März für Restaurant- und Gastronomie-Inhaber eine wirtschaftlich unsichere Zeit an. Viele Restaurants verbuchten Umsatzeinbrüche von bis zu 100 Prozent und das nur zögerlich anlaufende Liefergeschäft konnte dies nicht vollständig ausgleichen. Artur Schreiber, operativer Geschäftsführer von mjam, zu dieser Situation: "Wir vermuten, dass sich viele Kunden mit Lebensmitteln eingedeckt haben und viel selber kochten. […] Das ist zwar auf der einen Seite schön, stellt die Restaurantbetreiber jedoch vor erhebliche Probleme, weil ihnen der Umsatz fehlt." Mittlerweile kann mjam wieder einen positiven Bestell-Trend erkennen: Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die WHO die Nutzung von Lieferdiensten empfiehlt, da diese kontaktlos arbeiten und ihre Gerichte hygienisch liefern.

Gleichzeitig scheint sich auch das Essverhalten der Österreicher seit Beginn der Corona-Krise geändert zu haben. War die Hauptbestellzeit vorher vornehmlich am Wochenende und abends – mit dem Hoch der Rushhour am Sonntagabend von 18:00 - 21:00 Uhr – gibt es seit März einen Anstieg von Bestellungen zur Mittagszeit von rund 10 Prozent. Zudem verschiebt sich das Bestell-Volumen immer mehr vom Wochenende zu den Werktagen. Auch verändert sich die kulinarische Präferenz der Kunden. Zwar ist die italienische Küche immer noch Bestell-Liebling der Österreicher, jedoch stiegen die Bestellungen von vegetarischen Gerichten um 8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Ebenfalls gehört der Kebab zu den Bestell-Highlights der letzten Zeit (Anstieg um 21 Prozent).

mjam begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, Selbstabholungen wieder zu erlauben und bietet diese seit dem 3. April wieder an. Dabei unterstützt das Unternehmen die Restaurants in der Einrichtung von Abhol-Stationen und stellt sicher, dass die Kunden die Gaststätten nicht betreten. mjam wurde 2008 in Wien gegründet und vier Jahre später an den deutschen Essenslieferanten Delivery Hero verkauft.
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