KSV1870-Umfrage: Drei Viertel der Unternehmen...
 
KSV1870-Umfrage

Drei Viertel der Unternehmen für 2021 positiv gestimmt

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Ein Großteil der Betriebe ist von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Krise unmittelbar betroffen, trotzdem herrscht vielerorts Optimismus.

Ungeachtet der Herausforderungen wie Umsatzrückgängen, Schließungen und Kurzarbeit wird das Jahr 2020 von 60 Prozent der rund 600 befragten Betriebe grundsätzlich positiv bewertet. Darüber hinaus starten rund drei Viertel der Unternehmen mit einer positiven Erwartungshaltung ins neue Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt der Austrian Business QuickCheck, den der KSV1870 zum Ende des zweiten Lockdowns im Dezember 2020 mit Marketagent durchgeführt hat. Weiters rechnet mehr als ein Viertel der Befragten mit einer Entspannung der wirtschaftlichen Lage frühestens im dritten Quartal 2021 – ebenso viele erwarten diese für 2022. Als größte Sorge wird weiterhin die „Unsicherheit, wann die Covid-19-Krise endet“ gesehen.


Während 60 Prozent der Befragten das vergangene Jahr trotz wenig erfreulicher Begleitumstände insgesamt positiv bewertet haben, sieht es der Rest deutlich negativer, 13 Prozent davon „sehr negativ“. Zudem zeigen die Ergebnisse, dass die wirtschaftlichen Konsequenzen der ersten beiden Lockdowns für rund ein Drittel der Unternehmen gleich negativ ausgefallen sind. Für ein Viertel fiel der zweite Lockdown weniger dramatisch aus als der erste, während Lockdown I und II für 17 Prozent der Betriebe keine finanziellen Auswirkungen zur Folge hatten. Acht Prozent berichten, dass sich die beiden Lockdowns durchaus positiv auf ihre Finanzen ausgewirkt haben.

Entspannung im dritten Quartal erwartet

Trotz der Ereignisse im vergangenen Jahr bewertet die heimische Wirtschaft die eigene Stimmungslage in Richtung 2021 mehrheitlich (75 Prozent) positiv. „Das Glas wird seitens der heimischen Wirtschaft weiterhin als halbvoll betrachtet. Diese Herangehensweise müssen sich die Betriebe beibehalten, um 2021 wieder voll durchstarten zu können“, erklärt Ricardo-José Vybiral, CEO der KSV1870 Holding AG. Etwas mehr als die Hälfte geht von einer Entspannung der wirtschaftlichen Situation im Laufe des Jahres aus – 27 Prozent erwarten diese jedoch frühestens im dritten Quartal 2021. Weitere 27 Prozent richten ihren Blick hoffnungsvoll ins Jahr 2022, während elf Prozent davon überzeugt sind, dass es frühestens 2025 zu einer wirtschaftlichen Entspannung kommen wird.

Die Top-drei-Sorgen

Wie schon in den vergangenen Monaten dreht sich nach wie vor alles um die Frage, wann die Corona-Krise endet: Für mehr als die Hälfte ist diese Unsicherheit die aktuell größte Sorge. Dahinter folgen mit 40 Prozent die Gefahr einer Covid-19-Infektion der Mitarbeiter und die Ungewissheit, wie es nach der Pandemie aus betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht weitergeht. Darüber hinaus sorgen der Zahlungsverzug von Kunden und der Umstand, dass Mitarbeiter (wieder) in Kurzarbeit geschickt werden müssen für Kopfzerbrechen.

Steuerentlastungen gefordert

Wie der wirtschaftliche Turnaround geschafft werden soll, dazu haben die Unternehmer sehr konkrete Vorstellungen: 78 Prozent erwarten sich vielfältige Steuerentlastungen (insbesondere bei der Lohnsteuer), die Hälfte befürwortet umfassende Maßnahmen zur Reduktion der Arbeitslosigkeit und 39 Prozent sehen in der Liberalisierung des Arbeitsrechts (u.a. Home Office, Arbeitszeitliberalisierung) großes Potenzial.  

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