Kreativwirtschaftsscheck: Anträge noch bis 30...
 

Kreativwirtschaftsscheck: Anträge noch bis 30. Oktober

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Bis zu 5.000 Euro Förderung werden EPUs oder KMUs von der aws für die Inanspruchnahme von Kreativleistungen bei innovativen Projekten gewährt

Einpersonenunternehmen (EPUs) ­sowie Klein- und Mittelbetriebe sind die speziellen Adressaten für eine Fördermaßnahme des aws (austria wirtschaftsservice), die heuer schon zum dritten Mal ausgelobt wird. Der „Kreativwirtschaftsscheck“ soll die genannten Unternehmen dabei finanziell ­unterstützen, Leistungen aus der Kreativwirtschaft in Anspruch zu nehmen, wenn diese der Innovationstätigkeit des eigenen Unternehmens dienen. Ausgaben für externe „Extra-Kreativität“ können jeweils bis zu ­einer Höhe von 5.000 Euro refundiert werden, insgesamt stehen 1,5 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung. KMUs aller Branchen mit Sitz oder Projektstandort in Österreich sind antragsberechtigt, als förderbare Kreativleistungen wurden seitens der aws solche aus Design, Architektur, Multimedia/Spiele, Mode, Musikwirtschaft oder Musikverwertung, Audiovision und Film oder Filmverwertung, Medien und Verlagswesen, Grafik, Werbewirtschaft oder Kunstmarkt definiert. 

Geld für mindestens 300 Unternehmen
Martin Heimhilcher, Spartenobmann der Wirtschaftskammer Wien Information & Consulting ruft zur regen Teilnahme auf: „Meine Sparte hat ­allein in Wien über 38.000 Mitglieder, und mehr als die Hälfte dieser Mitglieder ist in Bereichen tätig, in denen dieser Kreativwirtschaftsscheck in Anspruch genommen werden könnte.“ Dazu kommen allein in Wien rund 9.000 Unternehmen, die der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation angehören, also ohnehin im engeren Sinn in der Kreativwirtschaft tätig sind. Ob es da nicht zu einem Gedränge um die Förderung kommen könnte? „Natürlich“, sagt Heimhilcher, „die Gesamtfördersumme reicht nur für 300 Unternehmen, wenn man unterstellt, dass jedes Unternehmen die maximale Fördersumme erhalten würde.“ Aber zum einen sei der Kreativwirtschaftsscheck (noch) nicht so bekannt, zum anderen muss beim Antrag auch hinreichend dokumentiert werden, worin die Kreativleistung besteht und zur Innovation beiträgt.

Von der aws wird erst einmal anhand der eingereichten Unterlagen geprüft, ob Förderwürdigkeit vorliegt, und wenn – wie zu erwarten – die eingereichten ­legitimen Förderwünsche pekuniär die 1,5 Millionen Euro übersteigen, dann wird unter notarieller Aufsicht gelost. Als fiktive Beispiele werden in den aws-Unterlagen unter anderem die Kreativbereiche Design, Multimedia, Spiele oder Mode genannt, welche bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen aus so diversen Branchen wie Medizintechnik, Ingenieurwesen, IT oder Bäckerei nachgefragt sind. Auf ­jeden Fall darf das eine Förderung ­beantragende Unternehmen nicht mehr als 250 Mitarbeiter haben und 50 Millionen Euro Umsatz aufweisen. Und der Antrag muss bis spätestens 30. Oktober gestellt werden. Alle Infos unter www.awsg.at/kws
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