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Kraft-Kinz: Streichung der Werbeabgabe wäre Signal

Birgit Kraft-Kinz, Obfrau der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Wien, bleibt als Vertreterin von mehr als 9.000 Unternehmern bei der Forderung zur Abschaffung der Werbeabgabe

Sie tritt für eine Entlastung der Unternehmer in Form eines Konjunkturbelebungspakets ein. Warum die Fachgruppenobfrau auf eine Streichung pocht: "Die Abschaffung der Werbeabgabe ist längst überfällig und ein Symbol für versäumte Reformpolitik. Nur mehr Länder wie Thailand, Senegal oder Nigeria halten an dieser exotischen Bagatellsteuer fest."

Die Stärkung von österreichischen Unternehmen stehe im Vordergrund: Dabei spielt ihre Entlastung eine zentrale Rolle. Signale für die Werbewirtschaft, als Rückgrat der österreichischen Wirtschaft, müssen gesetzt werden. Hierbei ist die Abschaffung der Werbeabgabe einer von vielen Schritten. Außerdem sei ein Konjunkturbelebungspaket notwendig, da Werbung und Kommunikation den Wettbewerb stimulieren, die Innovation und darüber den privaten Konsum ankurbeln, wie renommierte Studien belegen. Umso wichtiger sei es, gerade für diesen Bereich Reformschritte und Aktivitäten zu setzen.

Ohne Werbeabgabe 1.700 neue Jobs

Eine jüngst veröffentlichte EcoAustria Studie belegt zudem die positiven Effekte der Abschaffung der Werbeabgabe: Mehr als 100 Millionen Euro können freigesetzt und 1.700 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Einhebung dieser Steuer ist unverhältnismäßig aufwändig: Allein elf Prozent des Gesamtertrags, über zwölf Millionen Euro, entfallen auf den benötigten administrativen Aufwand. „Wieder ein trauriger Beweis dafür, dass eine Strukturreform schon längst erforderlich ist. Im internationalen Vergleich zeigt sich, welche Hemmnisse für unsere heimischen Unternehmer daraus resultieren“, meint Kraft-Kinz. „Die nahezu einzigartige, exotische Abgabe bedeutet einen enormen Wettbewerbsnachteil für die nationale Werbewirtschaft im europäischen oder internationalen Vergleich. Darüber hinaus ist ein Konjunkturbelebungspaket längst nötig. Rasches Handeln hilft uns allen“, so Kraft-Kinz weiter.
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