Kooperations-Event: Wie man Daten im Content ...
 
Kooperations-Event

Wie man Daten im Content Marketing richtig einsetzt

APA /APA-Fotoservice/Martin Lusser
Roland Fink (niceshops), Xenia Daum (Cope), Alexander Oswald (Futura, Moderation), Barbara Rauchwarter (APA), Kirsten Neubauer (Digital Hotpot), Ulrike Kittinger (MTH Retail Group) und Florian Kraft (A1) (v.l.)
Roland Fink (niceshops), Xenia Daum (Cope), Alexander Oswald (Futura, Moderation), Barbara Rauchwarter (APA), Kirsten Neubauer (Digital Hotpot), Ulrike Kittinger (MTH Retail Group) und Florian Kraft (A1) (v.l.)

Wie richtiger Content zum richtigen Zeitpunkt zu qualifizierten Leads führt, diskutierten die Marketingexpert:innen der Österreichischen Marketing-Gesellschaft (ÖMG), der Cope-Group und der APA bei einer Kooperationsveranstaltung.

Xenia Daum, CEO der Cope-Group, veranschaulichte die erfolgsversprechende Liaison von Daten und Content Marketing anhand mehrerer Beispiele. So könne man etwa mit Social Media Listening & Monitoring sehen, welche Inhalte die User:innen gerade interessieren, welche Themen positiv und welche negativ besetzt sind. Dieses Wissen könnten Unternehmen für ihre Interessen nutzen und Themenführerschaften aufbauen. "Social Media Listening & Monitoring wird noch sehr wenig genutzt, obwohl es nicht teuer ist. Mein Tipp ist, es einfach auszuprobieren. Wenn man den richtigen Content zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Touchpoints platziert, wird man gute Leads erzeugen", so Daum.
 
Eine höhere Disziplin ist die Marketing-Automation. Mit ihr lassen sich Interessent:innen sukzessive in qualifizierte Leads und schließlich in Käufer:innen wandeln. Laut Daum führen 100.000 Visits auf der Website zu vier Kaufabschlüssen. Auch im Storytelling gibt es einen neuen Ansatz, mit Daten zu arbeiten. Das können Infografiken oder auch exotischere Ideen wie die Verwendung von GPS-Daten der Kund:innen sein. Florian Kraft, Interim-Director für Digital Customer Management bei A1, hält Marketing-Automation für sehr sinnvoll: "Wir haben bei A1 Marketing-Automation eingeführt, um mehr Emotion und Beziehung einzubringen. Wir verwenden die Daten, um langbestehenden Kund:innen Empfehlungen auszusprechen, wie sie ihre Produkte besser nutzen, oder um ihnen Angebote zu legen."

"Die Marketing-Automation hat uns neue Kund:innen gebracht, sie war aber auch viel mehr Arbeit als gedacht. Die Learnings daraus sind, dass nicht alles, was man gerade verkaufen möchte, den Bedarf der Kund:innen trifft. Und dass es ganz wichtig ist, Sales von Anfang an mitzunehmen", schilderte Barbara Rauchwarter, Marketingleiterin bei der APA, ihre Erfahrung mit Marketing-Automation. Letzteres unterstrich auch Ulrike Kittinger, Geschäftsführerin der MTH Retail Group: "Es ist ganz wichtig, dass der Data-driven-Ansatz nicht nur auf das Marketing beschränkt ist. Auch die Einkaufsabteilung muss mit Daten arbeiten, und die IT muss wissen, was sie mit diesen Daten tut." "Wenn man 180.000 Produkte täglich bewirbt, braucht man Daten, um herauszufinden, wann man welche Geschichte erzählt. Denn nicht jede Geschichte, die erzählt werden muss, will auch gehört werden", ergänzte Roland Fink, Gründer von niceshops.

Kirsten Neubauer, Geschäftsführerin von Digital Hotpot, brachte die Herausforderungen von Data-driven Content Marketing aufs Tapet: "Hier prallen zwei Welten aufeinander: Die Mitarbeiter:innen, die sich mit Daten beschäftigen, haben eine höhere Technikaffinität und einen anderen Zugang zu Kommunikation als Marketingverantwortliche. Sie halten es nicht für notwendig, über Zielgruppen zu reden und Personas zu entwickeln. Sehen das Eingreifen der Kreativen als Angriff auf ihre Domäne, und vice versa. Diese zwei Welten aneinander zu führen, ist nicht immer leicht."
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