Keine Brand Safety: Werbung großer Unternehme...
 
Keine Brand Safety

Werbung großer Unternehmen landet oft auf Fake-News-Seiten

Stop Funding Hate Now
„Blindes Vertrauen in programmatische Werbung nährt Desinformation, Diskriminierung und fördert gesellschaftsschädliche Inhalte. Fehlgeleitete Werbegelder lassen sich beziffern. Der Imageschaden ist um ein Vielfaches höher“, warnen die Stop-Funding-Hate-Now-Gründer Thomas Koch und Michael M. Maurantonio (v.l.).
„Blindes Vertrauen in programmatische Werbung nährt Desinformation, Diskriminierung und fördert gesellschaftsschädliche Inhalte. Fehlgeleitete Werbegelder lassen sich beziffern. Der Imageschaden ist um ein Vielfaches höher“, warnen die Stop-Funding-Hate-Now-Gründer Thomas Koch und Michael M. Maurantonio (v.l.).

Checkfelix hält sich auf Spitzenplatz im Ranking der Brand-Safety-Initiative 'Stop Funding Hate Now'. Lufthansa ist erstmals in der fragwürdigen Bestenliste der österreichischen Erhebung zu finden.

Seit Start der Erhebung im Mai 2021 wurden bereits 184 österreichische Werbetreibende auf dubiosen Websites mit großteils extremistischen, diskriminierenden oder rassistischen Inhalten, auf denen regelmäßig Fake News verbreitet werden, gefunden. Schuld daran sind nicht Werbetreibende, die mit Vorsatz alle ethischen Grundregeln über Bord geworfen haben. Die Krux liegt in programmatischen Kampagnen im Open-Business-Segment. Sehr günstige Preise auf fragwürdigen Portalen sind nur ein Teil des Problems, das im Widerspruch zu allen Brand-Safety-Bemühungen steht. Bot-Traffic, Fake-Devices, Fake-Apps, Fake-Profile oder Malware tun das Übrige.

Durch das blinde Vertrauen in programmatische Werbung und vermeintliche Kostenersparnis im Gegensatz zu Buchungen auf vertrauenswürdigen Publisher-Seiten, die sich an journalistische Standards halten, kann es vorkommen, dass Marken wie die Österreich Werbung Ferienunterkünfte und Herbsturlaube auf der bekannten Fake-News-Seite „Nord Presse“ bewerben, wo zeitgleich auch vor den schwerwiegenden Folgen einer vierten Covid-19-Impfung gewarnt wird.

AUA, H&M, Lego und Co.

So landet auch die Werbung namhafter Brands wie Nespresso, Lego, Skoda, Hyundai, Lufthansa, Austrian Airlines, Renault, Samsung, Mazda, H&M, C&A oder Logitech auf extremistischen Seiten oder Fake-News-Portalen. Seit Beginn der laufenden Untersuchungen hat die Brand-Safety-Initiative „Stop Funding Hate Now“ insgesamt 1.400 Marken identifiziert, die durch mangelhaft umgesetzte programmatische Kampagnen im Open-Business-Bereich in einem schädlichen Umfeld werben.

„Blindes Vertrauen in programmatische Werbung nährt Desinformation, Diskriminierung und fördert gesellschaftsschädliche Inhalte. Fehlgeleitete Werbegelder lassen sich beziffern. Der Imageschaden ist um ein Vielfaches höher“, warnen die Stop-Funding-Hate-Now-Gründer Thomas Koch und Michael M. Maurantonio.

Der Branchensplit im September 2021

Im Branchensplit gliedert Stop Funding Hate Now Werbung auf fragwürdigen Seiten nach Branchen auf.

•             Finanzdienstleister (21 Prozent)

•             Automotive (14 Prozent)

•             E-Commerce (neun Prozent)

•             Tourismus (acht Prozent)

•             Software (acht Prozent)

•             Uhren und Schmuck (acht Prozent)

Die Rangliste im September 2021

Folgende Unternehmen schalteten aus Österreich die meiste Werbung auf fragwürdigen Seiten:

1.            Grüner & Fisher

2.            Hyundai

3.            Amazon

4.            Detomaso

5.            Uipath

6.            Checkfelix

7.            Monumetric

8.            Shimano

9.            Yves Rocher

10.          Lufthansa

Die Auswertung des Scores für Österreich von Stop Funding Hate Now erfolgt seit Anfang Juni 2021 durch Analysen der Hot AG Business Development. Die Veröffentlichung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Online-Vermarkterkreis.



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