Kaufverhalten: Weihnachtsshopping in Pandemie...
 
Kaufverhalten

Weihnachtsshopping in Pandemie-Zeiten

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So kaufen die Österreicher heuer ihre Weihnachtsgeschenke.
So kaufen die Österreicher heuer ihre Weihnachtsgeschenke.

Volle Innenstädte, in denen sich Menschen in Fußgängerzonen und Geschäften drängen, soll und darf es im Corona-Jahr 2020 nicht geben. Dennoch möchten Österreicher ihre Weihnachtseinkäufe am liebsten im stationären Handel tätigen, wie eine Studie berichtet.

Wie schon im Frühling muss der Handel morgen wieder großflächig zusperren. Die Offerista Group Austria hat im Zeitraum von 24. Oktober bis 2. November insgesamt 849 Personen ab 18 Jahren zum Thema "Kaufverhalten zu Weihnachten im Jahr 2020" befragt. Fast ein Viertel gibt an, dass sie sich vor Dezember nicht mit dem Weihnachtseinkauf beschäftigen. Ein Fünftel hingegen befasst sich schon das ganze Jahr mit dem Weihnachtseinkauf, weil immer nebenbei geshoppt wird, wenn etwas Interessantes gesehen wird. Lediglich 13 Prozent werden dieses Jahr gar nichts verschenken.

Unterschiede ortet die Studie hinsichtlich des Geschlechts sowie zwischen Stadt und Land. Plant ein Viertel der Frauen bereits Anfang November mit dem Start der Weihnachtseinkäufe, möchten dies nur zwöf Prozent der Männer tun. So sind 13 Prozent der männlichen Befragten der Meinung, dass es reicht eine Woche vor Weihnachten mit dem Geschenkeeinkauf zu beginnen. Im Vergleich dazu: Nur sieben Prozent der Frauen möchten sich erst so spät um ihre Geschenke kümmern. Ein weiterer Unterschied: In der Stadt beginnt Weihnachten früher. Mehr als ein Viertel der Befragten, die am Land leben, beschäftigt sich vor Dezember nicht mit den Weihnachtseinkäufen. In der Stadt tut dies nur jeder Fünfte.

Zwei Drittel möchte großteils stationär shoppen

Auch wenn die meisten Läden mit Dienstag vorerst schließen, bevorzugen die meisten Befragten den stationären Handel. Zwei Drittel geben an, dass sie den Großteil ihrer Geschenke am liebsten bei stationären Händlern einkaufen möchten. Die Hälfte davon setzt dabei auf kleine stationäre Shops. Der Rest will zwar ebenfalls stationär kaufen, jedoch bei den Handelsketten. Lediglich 13 Prozent wollen bei einem Online Shop ohne Filiale shoppen und 10 Prozent planen den Einkauf bei Online Shops stationärer Händler.

43 Prozent der Befragten wollen dieses Jahr genauso viel Geld wie letztes Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Jeder Dritte will dieses Jahr weniger für seine Präsente bezahlen. Vor allem Frauen (39 Prozent) möchten dieses Jahr weniger dafür aufwenden. Die meisten planen dafür ein Budget von 151 bis 300 Euro ein (32 Prozent der befragten Frauen und 27 Prozent der Männer). Ein Fünftel der Befragten will nur bis maximal 50 Euro ausgeben. Auch hinsichtlich der Generationen zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Knapp jeder Zweite der Generation 55+ gibt an, dass er dieses Jahr so viel wie letztes Jahr für seine Geschenke auslegen will. Hingegen geben 40 Prozent der Befragten in der Gruppe von 18 bis 24 Jahren an, dass sie dieses Jahr weniger ausgeben wollen als letztes Jahr. In der Gruppe 55+ sind das nur 32 Prozent.

Das Flugblatt dient für knapp zwei Drittel als Inspirationsquelle bei Weihnachtsgeschenken. Anhand der Befragung zeigt sich, dass die meisten Befragten sich von digitalen Flugblättern zu Geschenken inspirieren lassen (38 Prozent). Weitere 22 Prozent der Probanden lassen sich von Print Flugblättern zum Weihnachtseinkauf anregen. 70 Prozent aller Befragten in Österreich achten beim Weihnachtseinkauf auf Aktionen. 40 Prozent davon geben an, dass sie sich auch gerne direkt von Aktionen für ein Weihnachtsgeschenk inspirieren lassen. Die restlichen 30 Prozent haben bereits ein konkretes Geschenk im Hinterkopf und warten mit dem Kauf, bis es in Aktion kommt. Lediglich 16 Prozent wissen ganz genau, was sie kaufen wollen und lassen sich von Aktionen nicht beeinflussen.
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