Hohe Zufriedenheit bei Marketing-Jobs
 

Hohe Zufriedenheit bei Marketing-Jobs

Pixabay
Die Zufriedenheit unter Marketing-Beraterinnen und -beratern ist sogar höher als etwa in Geschäftsführungsetagen.
Die Zufriedenheit unter Marketing-Beraterinnen und -beratern ist sogar höher als etwa in Geschäftsführungsetagen.

Einmal mehr hat die Marketing-Branche ihre Spitzenposition im Arbeitsklima-Index der Arbeiterkammer behaupten können, der die Berufszufriedenheit der gesamten österreichischen Arbeitnehmerschaft abbildet. Damit bildet Marketing auch innerhalb der gesamten Kommunikationswirtschaft eine Ausnahme.

Die in der Berufsgruppe "Marketingberater/-innen" zusammengefassten Befragten nehmen laut dem neuen Arbeitsklimaindex, mit dem die AK Oberösterreich seit dem Jahr 2000 für ganz Österreich die Zufriedenheit, Nöte und Sorgen aller in Österreich arbeitenden unselbständig Beschäftigten darstellt, überhaupt die Spitzenposition ein: 23 Prozent aller Befragten aus diesem Sektor sind, was die Zufriedenheit im Beruf angeht, in den "glücklichsten" zehn Prozent aller Arbeitnehmer, und nur sieben Prozent unter den "unglücklichsten" Prozent. Das ist sogar ein besserer Wert als etwa unter Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern, wo es 21 zu sechs steht.

Umso bedeutender wird der Wert, da bei annähernd gleichbleibendem Durchschnitt in Sachen Berufszufriedenheit die Schere der Zufriedenen und der Unzufriedenen immer weiter aufgeht: Die Kluft zwischen guten und schlechten Arbeitsumfeldern wird laut den von Ifes und Sora erhobenen Daten immer größer. Am untersten Ende der Skala finden sich etwa Textilarbeiterinnen und -arbeiter mit 33 Prozent Unzufriedenheit und vier Prozent Zufriedenheit sowie Reinigungskräfte (19/4) und Fabriksarbeiterinnen und -arbeiter (17/6).

Werber und Journalisten durchschnittlich zufrieden

Auch innerhalb der Kommunikationsbranche geht es den Angestellten im Marketing aber offenbar besser als der Kollegenschaft aus der Werbung und dem Journalismus. Eine dem HORIZONT vorliegende Langzeit-Auswertung der letzten zehn Jahre weist für Marketing 19 Prozent "glückliche" Beschäftigte aus, für Werbung sieben und für Journalismus drei Prozent. Analog dazu sieht es beim Zehnjahresschnitt der "unglücklichsten" aus: Nur vier Prozent im Marketing, drei Prozent in der Werbung und sechs im Journalismus.

Freilich wissen auch in Journalismus und Werbung tätige Menschen, dass es ihnen besser geht als Textilarbeiterinnen, Reinigungskräften und anderen: Die durchschnittliche Zufriedenheit als Indexwert liegt in beiden Branchen bei 106 Punkten und damit ziemlich genau beim österreichischen Zehnjahresschnitt aller Angestellten (107 Punkte). Besser geht es auch hier der Marketing-Branche mit einem Schnitt von 115 Punkten. Die AK selbst weist allerdings darauf hin, dass entsprechend der Natur der Befragung, die die gesamte Arbeitnehmerschaft abbilden soll, - und damit relativ geringen Fallzahlen aus der Kommunikationsbranche (253 Befragte aus dem Bereich Marketing, 92 für Werbung und 176 aus dem Journalismus) - entsprechende Unschärfen bei den Zahlen enthalten sein könnten.

stats