Global Innovation Index: Österreich auf Platz...
 

Global Innovation Index: Österreich auf Platz 18

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Innovations-Weltmeister ist in diesem Jahr die Schweiz.
Innovations-Weltmeister ist in diesem Jahr die Schweiz.

Große Forschungsfreude und enges politisches Korsett bestimmen Investitionslaune

Der Global Innovation Index (GII) erscheint heuer zum achten Mal und gilt als weltweit wichtigstes Instrument, um die Innovationsfähigkeit von Ländern zu messen. Er beruht auf 79 Indikatoren für 141 Länder und wird von der der französischen Business School INSEAD, der Cornell University und der World Intellectual Property Organization (WIPO) der Vereinten Nationen herausgegeben.

Österreich erlangte im Zuge dieses Rankings Platz 18, die Spitzenposition im GII 2015 nimmt die Schweiz ein, gefolgt von Großbritannien und Schweden. Finnland (2014 noch Rang vier) stieg auf den sechsten Platz ab – die Niederlande und die USA kletterten auf Rang vier beziehungsweise fünf auf. Ebenfalls unter den Top Ten: Singapur, Irland, Luxemburg und Dänemark.
 
"Investoren sind am Standort Österreich im Vergleich mit Deutschland oder gar der Schweiz relativ gut abgesichert. Aber sie werden für ihre Investitionen verhältnismäßig schlecht belohnt", sagt Florian Haslauer, Geschäftsführer und Partner bei A.T. Kearney Österreich, seit diesem Jahr Partner des Global Innovation Index. Gute Voraussetzungen für Innovationen bieten hier vor allem die politische Stabilität und das Vertrauen in gesetzliche Rahmen, so heißt es in einer Aussendung. Zudem kann sich die Wirtschaft auf gut ausgebildete Arbeitnehmer und einen hohen Forschungswillen verlassen. Die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung sind die siebthöchsten weltweit und entsprechen 2,9 Prozent des BIP. Über 4,6 Prozent aller Österreicher arbeiten in der Forschung und Entwicklung neuer Produkte, Lösungen oder Systeme. Die Qualität der universitären Ausbildung liegt weltweit auf dem siebten Rang – und damit vor Deutschland und nur einen Platz hinter dem Innovationsweltmeister Schweiz.

Weniger vorbildlich ist Österreich, wenn es um die Rahmenbedingungen von Neugründungen geht. "Gut ausgebildete Menschen in einem engen politischen Korsett – das schlägt leider auch auf die Investitionslaune", ergänzt Haslauer.
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