Nutzungsstudie: Media Server 3.0 kommt in die...
 
Nutzungsstudie

Media Server 3.0 kommt in die Gänge

ORF-Enterprise
Oliver Böhm, Präsident des Vereins Media Server
Oliver Böhm, Präsident des Vereins Media Server

Nach dem Media Server 2.0 kommt die Version 3.0: Die umfassende Untersuchung des heimischen Medienkonsums wird wiederholt, eine neue, über alle Mediengattungen reichende Nutzungsstudie wurde eben beauftragt.

Die Mitglieder des Vereins Media Server AGTT (TV), Radiotest, R+C (Out of Home) und IGMA (Agenturen) hätten diesen für die Medien- und Werbewirtschaft wichtigen Beschluss gefasst und den Media Server 3.0 nun in Auftrag gegeben, so der Verein gestern in einer Aussendung. Media Server-Präsident Oliver Böhm dazu: "Ich bedanke mich bei allen Beteiligten dafür, dass sie den Weg für mehr Transparenz am Markt fortführen möchten. Gerade jetzt in Zeiten der Krise ist es noch wichtiger, der werbetreibenden Wirtschaft und den Medienunternehmen eine Entscheidungshilfe anzubieten, die auf harten Zahlen und Fakten basiert. So hat der Media Server 2.0 die Social Media-Plattformen erstmals auf ein vergleichbares Niveau mit den klassischen Mediengattungen gebracht, die bisherige Überbewertung von Social Media musste relativiert werden."


Susanne Koll, Vizepräsidentin des Vereins Media Server ergänzt: "Mit dem Media Server ist es gelungen, ein unabhängiges Instrument zu schaffen, das die Mediengattungen vergleichbar abbildet, eine Grundvoraussetzung für die strategische Crossmedia-Planung. Damit ist ein bereits lang bestehendes Anliegen der Mediaagenturen erfüllt worden. Es freut mich deshalb ganz besonders, dass dieser Weg weiter beschritten wird."

Schon im August des Vorjahres berichtete HORIZONT von der klaren Absicht, eine weitere Erhebung durchführen zu lassen. Auch, um die Vor-Corona-Zeit mit dem Status quo vergleichen zu können. Die Kosten waren damals kein Thema mehr. Beliefen sich diese bei Ausgabe eins des Media Server auf rund zwei Millionen Euro, so war zuletzt von rund einem Viertel dieses Betrages die Rede. Der finanzielle Aufwand wurde ursprünglich auch als Mitgrund für den Ausstieg von Media Analyse und der ÖWA aus dem Media Server genannt. Diese sind nun erneut nicht an Bord.

Gleiche Methode, mehr Umfang

Methodisch wird der Media Server 3.0 ähnlich dem Media Server 2.0 gestaltet sein, um die Ergebnisse vergleichbar zu halten. Es werden wieder 5.000 Online-Interviews durchgeführt, gleichverteilt auf ein Quartal. Befragt wird die österreichische, deutschsprechende Bevölkerung ab 14 Jahren, durchführendes Institut ist die GfK Austria. Der Tagesablauf sowie die detaillierte Medienabfrage werden wieder Bestandteil des Fragebogens sein, ebenso umfangreiche Zielgruppendaten. Zusätzlich ist geplant, ein neues Schwerpunktthema abzufragen. Damit die Ergebnisse im 2. Quartal 2022 zur Verfügung stehen, sollen die Interviews noch im Jahr 2021 durchgeführt werden. Die Ergebnisse werden neuerlich in Form eines Zählbestands im Zählprogramm Zervice veröffentlicht.

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