Flugblatt ins Digitale : Von Transparenz, KPI...
 
Flugblatt ins Digitale

Von Transparenz, KPIs und Werbestrategien

Offerista Group Austria; Österreichische Post; Gerry Frank
(v.l.n.r.): Oliver Olschewski, Geschäftsführer der Offerista Group Austria; Anita Edlinger, Leitung Werbepost Cover bei der Österreichischen Post; Thomas Kern, Geschäftsführer marktguru
(v.l.n.r.): Oliver Olschewski, Geschäftsführer der Offerista Group Austria; Anita Edlinger, Leitung Werbepost Cover bei der Österreichischen Post; Thomas Kern, Geschäftsführer marktguru

Die Übersetzung des Flugblattes ins Digitale hat gerade erst begonnen. Wie Prospekt- und Vergleichsplattformen sich in einer Welt von pandemiebedingten Konsumgewohnheiten behaupten.

Konsumenten machen sich derzeit Gedanken darüber, wie sie beim Einkauf sparen können. Auf der anderen Seite die Händler, die sich häufig fragen: Wie viele Flugblatt-Leser (in Prozent) kommen tatsächlich in die Filiale? Seit vergangenem Herbst setzen die drei bekanntesten heimischen Plattformen wogibtswas.at, marktguru und Aktionsfinder auf einheitliche KPIs, und dadurch mehr Transparenz. So wird die Performance von Prospekten nachvollziehbar.


Ein erstes Fazit nach einem halben Jahr zeigt, dass die Player, die Konkurrenten sind, „durchaus ein faires Miteinander auf Augenhöhe“ praktizieren, sagt Oliver Olschewski, Geschäftsführer der Offerista Group Austria. Und man wolle eines: „Den Wert von digitalen Flugblättern erkennbar machen.“ Die Plattform wogibtswas.at habe momentan über eine Million Unique-User im Monat, circa 30 Millionen Seitenaufrufe und über eine Million App-Downloads. Dabei liegt das Nutzerverhältnis der User bei 90 Prozent Mobile und etwa zehn Prozent Desktop. Die Pandemie habe man „sofort in den Userzahlen bemerkt. Vergleicht man die wogibtswas.at-Nutzer von Februar 2020 mit denen vom März, kann man eine Steigerung von 124 Prozent feststellen“, so Olschewski.

Auch Thomas Kern, Geschäftsführer bei marktguru, der keine Angaben zu Userzahlen macht, sieht diese Aktion als Bereicherung: „Ich bin davon überzeugt, dass die Initiative bestehenden und neuen Kunden von digitalen Prospektplattformen geholfen hat, unsere Mediengattung besser zu verstehen.“ Ein Learning sei für ihn „definitiv“, dass Prospektplattformen noch „viel mehr Aufklärungsarbeit leisten können und müssen, um auch noch die letzten Handelspartner von unserer Plattform zu überzeugen“. Beim Fazit zur Pandemie und zum Vergleichsverhalten sieht er, dass ein „User im Schnitt mittlerweile zehn Mal pro Monat marktguru nutzt. Vor dem ersten Lockdown waren es noch sieben Mal“. Durchschnittlich würden dabei 25 Prozent mehr Angebote und Prospekte betrachtet, stellt er fest.

Das erwartet Werbekunden

Für Werbekunden bietet marktguru neben dem digitalen Prospekt auch die Möglichkeit von Cashback-Features innerhalb der App. „Diese wurden gerade erweitert und können ab sofort auch als Chatbot-White-Label-Lösung angeboten werden“, so Kern. So hätten Kunden die Möglichkeit auf „ihren eigenen Kanälen, im eigenen Look and Feel einen automatisierten Kundendialog mit Verkaufsförderung über Cashback zu starten“.

Bei Konkurrent wogibtswas.at können Unternehmen mit Offers Unlimited ihre Aktionsangebote kanalübergreifend an allen relevanten digitalen Touchpoints bewerben. Der Unterschied zu üblichen Cross-Channel-Kampagnen liege, so Olschewski, im „Offerista-Team, das die Kampagne kanalübergreifend entlang der Customer Journey optimiert“. Auch habe man das „PDF-Flugblatt neu gedacht“, so der Geschäftsführer – mit Offerista Discover sei es möglich, wechselnde Produkte, Aktionen und Infos „schnell und einfach im Feed auszutauschen“. Discover sei eine Art „Microsite“, die überall integriert werden kann, so auch auf Händlerwebsites.

Onlinevergleich mit Story

Beim Geldsparen helfen auch Vergleichsplattformen, wie beispielsweise daskuvert.at der Österreichischen Post. Der Startschuss für die Plattform fiel vor sechs Monaten, die teils auch Synergien mit dem Aktionsfinder nutzt. Erstes Fazit: Die User Journey habe sich „sichtbar verbessert“ und heute seien es mehr als 50 Millionen Angebote und Deals, die auf daskuvert.at zu finden sind. Seit dem Start sind es „mehr als 500.000 Sessions beziehungsweise 300.000 User auf der Plattform“, sagt Anita Edlinger, Leitung Werbepost Cover. Daskuvert.at beinhaltet eine Preisvergleichsfunktion, aktuelle Angebote, Deals und Stories, die von einem „vierköpfigen Content-Team recherchiert und verfasst werden“, so Edlinger. Künftig sei die Einbindung externer Content-Partner geplant.

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