Filmwirtschaft: kultureller und finanzeller M...
 

Filmwirtschaft: kultureller und finanzeller Mehrwert

Steigerung der jährlichen Umsätze der Filmwirtschaft 2011 um rund 15 Prozent: auf 800 Millionen Euro

Das Österreichische Filminstitut und Statistik Austria attestieren in der nunmehr erschienen 8. Ausgabe des Filmwirtschaftsberichts der heimischen Filmwirtschaft steigende Umsätze trotz der äußerst "schwierigen" Marktsituation. So stiegen etwa im Vergleich zum Vorjahr (2010) die jährlichen Umsätze der Filmwirtschaft um fast 15 Prozent - auf 800 Millionen Euro. Stark gestiegen sind, wie aus dem Bericht weiter hervor geht, zudem die Waren- und Dienstleistungseinkäufe. Produktionsunternehmen setzten "Nachfrageimpulse", wie es heißt, und erhöhten ihre Ausgaben für Ankäufe von Waren und Dienstleistungen um 56 Millionen - dies entspricht einem Plus von 25 Prozent zu 2010, auf insgesamt 280 Millionen Euro. Die erhobenen Zahlen belegen zudem einen Zuwachs von 23 Prozent bei den Verleihfirmen auf 13 Millionen Euro. Dabei sind die sechs umsatzstärksten Verleihfirmen, bis auf die Constantin Film, Tochterfirmen großer US-amerikanischer Verleihe. Sie erzielen bei den Kinobesuchen zusammen einen Marktanteil von rund 84 Prozent und verliehen 132 (mehr als ein Drittel) der insgesamt 364 gezeigten Filme. Insgesamt konnten nur zwölf Verleihfirmen jeweils mehr als 1 Prozent der Besuchsanteile realisieren.

Die Waren und Dienstleistungseinkäufe stiegen weiter um 18 Prozent auf knapp 555 Millionen Euro. Eine positive Entwicklung der Branche lässt sich darüber hinaus bei den Investitionen feststellen, welche um 25 Prozent (29 Millionen) angehoben wurden. 40 Prozent verzeichnen dabei die Hersteller von Kino- und TV Filmen - Die Filmbranche liegt hier deutlich über dem Gesamtschnitt: während die Statistik Austria für den Bereich Handel und Dienstleistungen eine Bruttowertschöpfung in der Höhe von rund 25 Prozent der Umsatzerlöse ausweist, erzielt die Filmwirtschaft gute 34 Prozent.

2011 erzielten österreichische Filme einen Marktanteil von 3,6 Prozent - Innerhalb des europäischen Films einen Marktanteil von 17,1 Prozent. Der erfolgreichste heimische Film 2011 war übrigens die Koproduktion „Hexe Lilli: Die Reise nach Mandolan“ mit über 115.000 verkauften Kinokarten.

Den gesamten Bericht zum Downloaden finden Sie hier:
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