Festnetz und Mobilfunk fusionieren
 

Festnetz und Mobilfunk fusionieren

Der Aufsichtsrat der Telekom Austria AG hat die Zusammenführung der mobilkom austria und der Telekom Austria beschlossen.

Der Aufsichtsrat der Telekom Austria AG hat in seiner Sitzung vom 23. Februar die Vorschläge des Vorstands für eine Zusammenführung der Festnetz- und Mobilkommunikationsaktivitäten in Österreich genehmigt. Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender der Telekom Austria Group: „Die Zusammenführung von Festnetz und Mobilkommunikation ist die konsequente Fortsetzung unserer Strategie und schafft so Vorteile für unsere Kunden, die in Zukunft alle Kommunikationsdienste aus der Hand eines bewährten Partners beziehen können." Dieser Schritt spiegele auch den Wandel des österreichischen Marktes wider, in dem Kunden verstärkt konvergente Produkte nachfragen würden.

Das neue Unternehmen aus mobilkom austria AG und Telekom Austria TA AG wird nach der rechtlichen Verschmelzung, die im Laufe des Jahres 2010 umgesetzt wird, A1 Telekom Austria heißen. Den zukünftigen Vorstand der A1 Telekom Austria bilden Hannes Ametsreiter (CEO/CCO – Chief Executive Officer/Chief Commercial Officer, derzeit CEO mobilkom austria und Telekom Austria TA AG), Dino Dogan (CIO – Chief Integration Officer, derzeit CFO mobilkom austria) bis zum Abschluss der Integration, Walter Goldenits (CTO – Chief Technology Officer, derzeit CTO Telekom Austria TA AG) und Siegfried Mayrhofer (CFO – Chief Financial Officer, derzeit CFO Telekom Austria TA AG). Im Zuge der Zusammenlegung des Österreichgeschäftes wird die bisherige Finanzholding durch die Integration der mobilkom austria group services (bestehende Serviceeinheit für die Synergien im Mobilfunk) zu einer integrierten Managementholding für Festnetz und Mobilfunk erweitert werden. Hannes Ametsreiter (Group CEO) und Hans Tschuden (Group CFO) werden weiterhin die Telekom Austria AG als Konzernobergesellschaft leiten. Johann Pichler, derzeit Vorstand von mobilkom austria, wird als Group CTO den Holdingvorstand unterstützen. Zusätzlich wird der Vorstand der Telekom Austria Group noch von weiteren Group Officern für die Bereiche HR, Marketing und Finanz unterstützt, deren Aufgabe es sein wird, gruppenweite Synergien zu identifizieren und zu heben. A1 Telekom Austria sowie die internationalen Gesellschaften werden in der neuen Konzernstruktur der Telekom Austria Group direkt als Tochtergesellschaften unterstellt sein.

Mit A1 Telekom Austria entsteht ein modernes Telekommunikationsunternehmen, das die steigende Nachfrage nach integrierten Kommunikationslösungen und konvergenten Produkten auf dem österreichischen Markt optimal bedienen kann - begründet man den Schritt in einer Aussendung. Und: Europaweit hätten fast alle vergleichbaren Unternehmen bereits ähnliche Schritte gesetzt, da die geänderten Kundenbedürfnisse zu einem Umdenken in der Telekommunikationsindustrie geführt haben. Hans Tschuden, Finanzvorstand der Telekom Austria Group, ergänzt: "Auf Basis einer ersten Einschätzung erwartet die Telekom Austria Group aus der Zusammenlegung ab 2012 positive Ergebnisbeiträge und mittelfristig nach weiteren zwei bis drei Jahren eine jährliche Steigerung des Cashflows im Ausmaß von rund 100 Millionen Euro." Die Erhöhung ergebe sich aus zusätzlichen Umsätzen sowie geringeren Kosten. Der Cashflow werde darüber hinaus noch von geringeren Anlagenzugängen profitieren. Die Anlaufkosten fallen über mehrere Jahre an, wobei im laufenden Jahr mit einem negativen Cashfloweffekt von rund 80 Millionen Euro gerechnet wird.
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