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Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation mit neuer Führungsspitze

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Birgit Kraft-Kinz ist neue Obfrau, Karin Lehmann neue Obfrau-Stellvertreterin

Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien der Wirtschaftskammer stellt ein neues, weibliches Führungsduo: An der Spitze der Inte­ressenvertretung stehen nun Birgit Kraft-Kinz, Inhaberin und Geschäftsführerin der Corporate-Communications-Beratung Kraftkinz GmbH, als ­Obfrau sowie die selbstständige ­Markenberaterin Karin Lehmann von der Grünen Wirtschaft als Obfrau-Stellvertreterin. Die beiden treten damit an die Stelle von Michael Himmer, der sein Amt „im besten Einvernehmen übergeben hat“, sowie Elke Zellinger, die vormals als stellvertretende Obfrau fungierte.

14 Berufsgruppen werden vertreten

Rund 8.000 aktive Mitgliedsunternehmen zählt die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien derzeit, Tendenz steigend, wie die neue Spitze im Rahmen eines Pressegesprächs am 27. November verlautbarte. Insgesamt 14 Berufsgruppen werden vertreten, die zahlenmäßig größten ­unter ihnen sind die Werbeagenturen – sowohl online als auch offline, Werbegrafik-Designer, Public-Relations-Berater, Markt- und Meinungsforscher sowie Event-Schaffende – heterogene Gruppen, die in den vergangenen ­Jahren immer stärker von Klein- und Mittelunternehmen durchdrungen wurden.

Wahrnehmung stärken

Kraft-Kinz startet nun mit der Initiative „Zukunftsdialog“ in ihr Amt, die den starken Veränderungen innerhalb ­einer Branche im Umbruch Rechnung tragen soll. „Nähe und Service sind uns wichtig. Wir wollen unsere Standes­vertretung direkter machen und ein Mehr an Services und Leistungen ­anbieten. Transparenz und Werte sind wichtig, um diese Veränderungen mit der Bündelung gemeinsamen Wissens zu vollziehen.“ Transparenz und Werte, das bedeute konkret einen „fairen ­Umgang gegenüber den Mitgliedsunternehmen, ein transparentes System zur Auftragserteilung sowie die Schaffung eines Sponsoringleitfadens“, geht Neo-Obfrau Kraft-Kinz ins Detail. In erster Linie bedeute dies allerdings, dass man zunächst einmal daran ar­beiten müsse, wieder verstärkt wahr­genommen zu werden und den Mitgliedern zu vermitteln, mit welchen Leistungen die Fachgruppe Unterstützung bietet.

Bildungsangebote sichtbar machen

Großgeschrieben werden außerdem die Themen Qualifikation und Bildung.  „Ständige Qualifizierung durch Weiterbildungsangebote sichert die Wettbewerbsfähigkeit unserer Mitgliedsbetriebe“, wie die stellvertretende Obfrau Karin Lehmann betont. Das Angebot sei „vielfältig, aber oft unzureichend bekannt“ – dies wolle man ändern, ­erklärt Lehmann. So biete die Fachgruppe Werbung und Marktkom­munikation Wien etwa Seminare für ­Kommunikatoren, die in der entsprechenden Speziali­sierung anderorts nicht angeboten ­werden, wie etwa ­Englisch für Werber, Marketing für Kundenberater, wirtschaftliches Know-how oder Mediaplanung für Einsteiger.

Darüber hinaus werden neben Abend- oder Halbtages-Veranstaltungsfor­maten, etwa für Sprechtechnik oder Präsentation, auch Stipendien für ­Mitglieder angeboten, die ein Post­graduate-Studium aufnehmen wollen. „Wir arbeiten hierfür mit der Werbe Akademie, dem FHWien-Studien-gang Kommunikationswirtschaft und den Wirtschaftsuniversitätslehrgängen Wer­bung und Marktforschung zusammen, die allesamt berufsbegleitend sind“, erklärt die stellvertretende ­Obfrau. Außerdem dürfe man nicht vergessen, dass man auch mit einer Lehre – etwa zum Medienfachmann, zur Medienfachfrau, Medientechniker oder Mediendesigner – in die Branche starten könne.

Plattform Kommunikations­investition

Im Fokus steht außerdem die sogenannte Plattform Kommunikations­investition. „Die Wertschätzung gegenüber dem Kommunikationsbereich sowie die Honorare dafür sind zu gering“, kritisiert Lehmann, dabei werde doch „das Unternehmensrenommee durch Kommunikationsmaßnahmen gestärkt. Wieso spart man dann ausgerechnet in diesem Bereich ein?“ Folglich wolle die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien mit Kraft-Kinz und Lehmann an der Spitze erreichen, dass Kommunikation künftig verstärkt als strategische Ressource wahrgenommen wird, insbesondere von den Zielgruppen der Auftraggeber, den Medien sowie auch den Kommunikatoren selbst.
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