,Ein Kollege, ein Lehrer, ein Freund …‘
 

,Ein Kollege, ein Lehrer, ein Freund …‘

Valerie Alwasiah
Minister Josef ­Ostermayer (l.) über Alfred Grinschgl: „Er konnte immer mit ruhiger und kompetenter Art überzeugen.“
Minister Josef ­Ostermayer (l.) über Alfred Grinschgl: „Er konnte immer mit ruhiger und kompetenter Art überzeugen.“

Alfred Grinschgl, Geschäftsführer der RTR, erhielt von Minister Josef Ostermayer das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich

Dieser Artikel erschien bereits am 23. Oktober in der HORIZONT-Printausgabe 43/2015. Hier geht's zur Abo-Bestellung.

„Alfred Grinschgl ist einer der längst dienenden Manager. 15 Jahre in der gleichen Funktion sind in einem ­solchen, teilweise konfliktträchtigen Metier keine Selbstverständlichkeit“, sagte Bundesminister Josef ­Ostermayer am Freitag, den 16. Oktober, bei der Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich an Alfred Grinschgl im Bundeskanzleramt. Er wollte ihm „persönlich Dank sagen für seine ­Fähigkeiten im Konfliktmanagement“. Alfred Grinschgl ist seit Gründung der RTR Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH 2001 für die Belange des (Privat-)Rundfunks, später auch für die Förderungen für Presse, Ausbildung, Film- und Fernsehen sowie für Rundfunkfonds, die Digitalisierungsplattform und, nicht zu vergessen, für das Kompetenzzentrum zuständig.

Laudator Michael Ogris, Vorsitzender der Medienbehörde KommAustria, in deren Geschäftsapparat die RTR residiert, sagte es in seiner Laudatio an den „Kollegen, Lehrer und Freund“ so: ­„Alfred Grinschgl hat Österreich aus einem dualen Medientiefschlaf erweckt“ und der Etablierung eines dualen Rundfunksystems den „nötigen Kickstart gegeben“. Grinschgl habe als „einer der Gründungsväter 2001“ die ursprünglich als Regierungseinrichtung dem Bundeskanzleramt unterstellte, seit 2010 unabhängige und weisungsfreie KommAustria/RTR zu einer „Einrichtung von europäischem Format und vorbildlichen Standards mitgeformt.“

Privatradio-Pionier

Der Grazer Grinschgl, Jahrgang 1952, studierte Rechtswissenschaften, bevor er als Redakteur für die Tageszeitung "Südost-Tagespost" und später für die Wochenzeitung "Furche" arbeitete. Bis 2001 hatte er in der Styria Media Group AG Geschäftsführungsfunktionen inne. 1993 war er an der Etablierung von Privatradio maßgeblich beteiligt und Gründungsgeschäftsführer des ersten in Österreich zugelassenen Privatradios Antenne Steiermark sowie Geschäftsführer der Antenne Wien.

„Wir haben in Wahrheit ein sehr gutes Medienland, mit unabhängigen Medien, die ihre Berichts- und Kontrollfunktion erfüllen“, sagte Grinschgl in seiner Dankesrede. Es sei jedoch aus Anlass der Flüchtlingskrise „ein Nachdenkprozess nötig: über Medien und die Spaltung der Gesellschaft.“
Am 16. Oktober 2015 überreichte Kunst- und Kulturminister Josef Ostermayer das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich an Alfred Grinschgl.
Valerie Alwasiah
Am 16. Oktober 2015 überreichte Kunst- und Kulturminister Josef Ostermayer das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich an Alfred Grinschgl.
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