EHI-Marketingmonitor: Warum der Trend zu mehr...
 
EHI-Marketingmonitor

Warum der Trend zu mehr digitaler Werbung anhält

Yeko Photo Studio / stock.adobe.com

Corona pusht Digital, aber Print erholt sich, das bestätigt der aktuelle EHI-Marketingmonitor, der Werbebudgets des deutschen Handels zeigt.

Innovative Technologien, neue Kanäle, die Erfahrungen aus der Coronapandemie und nicht zuletzt die Papierpreise seien wesentliche Treiber der Digitalisierung im Marketing des Handels. "Eine sukzessive Verlagerung der Werbe-Budgets von gedruckten zu digitalen ist seit Jahren zu beobachten. Der sprunghafte Anstieg der digitalen Kommunikationswege im Corona-Jahr 2021 hat sich in 2022 allerdings wieder etwas nivelliert", erläutert Marlene Lohmann, Leiterin des Forschungsbereichs Marketing beim EHI, die Ergebnisse des EHI-Marketingmonitor 2022 – 2025.

Im Jahr 2021 habe der deutsche Handel erstmals mehr für digitale Medien ausgegeben als für Print – mit der diesjährigen Erhebung wird der langfristige Trend der Budgetumschichtung bestätigt, allerdings ist auch ein Corona-Effekt zu sehen. Das Budget für Print legt im Vergleich zum Vorjahr wieder zu und steigt auf 37 Prozent. Die Ausgaben für Digital pendeln sich bei 31 Prozent ein, die restlichen rund 30 Prozent wurden zu gleichen Teilen für TV und Co. (Klassische Medien) sowie für Kundenkarten und dergleichen, also CRM-Maßnahmen ausgegeben. Im Vergleich zu 2019, also vor Corona, verliert Print weiter.

EHI-Marketingmonitor


Im Media-Mix des LEH dominieren mit 58 Prozent die spezifischen, printbasierten Handelsmedien. Die restlichen knapp 40 Prozent verteilen sich recht ausgeglichen auf die anderen drei Mediengattungen Digitales (16,9 Prozent), Klassisches (14,1 Prozent) und CRM (11 Prozent). Dennoch ist erwähnenswert, dass die printbasierten Handelsmedien auch im LEH einen Wandel erleben. Zur Disposition stehen hierbei innovative digitale Medienangebote, wie eine Prospektverteilung über Messengerdienste, Kundenmagazine mit informationellen oder auch redaktionellen Inhalten, eigene Websites und Apps mit Angebotskommunikation sowie Prospektportale. Die Printmedien erleben ebenfalls eine Veränderung: Wegen der Papierknappheit werden Seitenumfänge von Prospekten bzw. Formate sowie Verteilhäufigkeiten angepasst.
stats