Die Branche trauert um Fritz Karmasin
 

Die Branche trauert um Fritz Karmasin

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Pionier der Markt- und Meinungsforschung starb mit 83 Jahren

Fritz Karmasin verstarb am Freitag, den 25. Mai 2013, im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit. Er wird vielfach als "Doyen" der österreichischen Marktforschung tituliert, ein Ehrentitel, der in Österreich mitunter leichtfertig verwended wird. Ganz bestimmt nicht im Falle von Fritz Karmasin.

Geboren in der Slowakei, aufgewachsen in München, studierte Karmasin ebendort sowie an der Hochschule für Welthandel, der heutigen Wirtschaftsuniversität Wien. 1984 dann die Habilitation an der Universität Wien, 1989 wurde er schließlich außerordentlicher Professor.

Im Jahr 1964 erhielt Fritz Karmasin von Dr. George Gallup persönlich das Recht zuerkannt, das Österreichische Meinungs- und Marktforschungsinstitut unter dem Namen "Österreichisches Gallup-Institut" zu führen. Damit brachte Karmasin die neuesten Erkentnisse und Techniken der US-amerikanischen Mafo-Szene auch nach Österreich. Karmasin schied  erst 2012 aus der Geschäftsführung des Österreichischen Gallup Instituts aus. Gemeinsam mit seiner Frau, der Motivforscherin Helene und Tochter Sophie Karmasin, die die Gruppe heute leitet, prägte Karmasin Markt- und Meinungsforschung in Österreich.

Neben seiner großen Wirkung für diese Disziplin in Österreich machte sich Fritz Karmasin auch Wissensvermittler verdient. Unter anderem leitete er auch den Lehrgang für Markt- und Meinungsforschung an der Universität Wien. Und auch wirtschaftspolitisch hinterlässt Karmasin Spuren - als Obmann des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation um die Jahrtausendwende setzte er etwa zahlreiche sehr wesentliche Akzente für die Werbewirtschaft.

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.

Die Redaktion
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