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Deutsches Ministerium stoppt Werbekampagne mit dm

Das deutsche Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz stoppt umstrittenes Anzeigensponsoring mit der Drogeriekette dm.

Die Bundesministerin Ilse Aigner hat die umstrittene Anzeigenkampagne für die Inform-Initiative mit sofortiger Wirkung stoppen lassen, berichtet Horizont.net. Vor kurzem wurde bekannt, dass das deutsche Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) eine Sponsoringvereinbarung mit der Drogeriekette dm hatte. Im Gespräch mit Horizont.net erklärte dm-Chef Erich Harsch, dass dm im Rahmen einer Partnerschaft Anzeigenplätze in der "Bild"-Zeitung gekauft und dann dem Ministerium kostenlosen Raum für Eigenwerbung zur Verfügung gestellt hätte. Die zu Aigners Ministerium gehörende Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) habe den Raum schließlich für die Bewerbung ihrer Inform-Initiative genutzt.

Schließlich rief die Art und Weise, wie sich diese Sponsoring-Partnerschaft dann in der "Bild-Zeitung" konkret darstellte, die Wettbewerbshüter auf den Plan. Die Bad-Homburger Wettbewerbszentrale mahnte dm wegen irreführender Werbung ab, weil dm auf dem Motiv direkt neben der BLE-Anzeige in eigener Sache warb. "So entsteht der Eindruck, die Bundesregierung würde den Bürgern empfehlen, bei dm einzukaufen", sagte Peter Breun-Gerke, Mitglied der Geschäftsführung der Wettbewerbszentrale gegenüber Horizont.net.

Auch wenn Aigner nun die Schaltung dieser Anzeigen unterbindet, bedeutet das nicht, dass sich das Bundesministerium künftig von Sponsoring-Vereinbarungen fernhält. Eine Sprecherin erklärt "Wir nehmen die Hinweise der Wettbewerbszentrale sehr ernst und werden die Vorwürfe nun prüfen". Weiters sagt sie, dass sich die Untersuchung nur auf diesen konkreten Fall beziehe und nichts mit Aktivitäten in der Zukunft zu tun habe. Auch die Zusammenarbeit mit dm sei zuvor geprüft worden.

(Quelle: Horizont.net)

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