Das sind die glaubwürdigsten Unternehmen Öste...
 

Das sind die glaubwürdigsten Unternehmen Österreichs

Hofer
Den Lebensmittel-Händlern vertrauen die Österreicher am meisten.
Den Lebensmittel-Händlern vertrauen die Österreicher am meisten.

Hofer vor Spar und ÖBB: Erst danach folgen Vertreter aus der Infrastruktur- und Kommunikationsbranche. Weit abgeschlagen: die Autohersteller und Banken

Nur wer in den Augen der Konsumenten seine Versprechen einhält und ehrlich und transparent agiert, schafft es im Ansehen der Konsumenten weit nach oben. Vertrauen ist ein hohes Gut. Das Meinungsforschungsinstitut SORA hat für die Strategie- und Kommunikationsberatungsagentur klar erneut erhoben, wer die glaubwürdigsten Akteure in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in Österreich sind. Im Mai und Juni wurden dazu 750 Personen per Telefon befragt.  Das Ergebnis: Der Lebensmittelhandel kann seine Führungsposition mit hohen Glaubwürdigkeitswerten behaupten.

ÖBB gewinnt, Volkswagen angeschlagen

Aber in die Phalanx aus Hofer (82 Prozent), Spar (80 Prozent) und Billa (71 Prozent) schoben sich die ÖBB auf Platz drei. 73 Prozent der Befragten halten das staatliche Verkehrsunternehmen für glaubwürdig, das sind sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. „Die Bundesbahnen haben sich exponiert, in den turbulenten Wochen mit tausenden durchreisenden Flüchtlingen ein menschliches Gesicht gezeigt und sich nicht zuletzt um konsequente Verbesserung ihrer Services bemüht. Das macht sich auch im Image bezahlt, zu dem zu einem großen Teil auch die Zuschreibung eines glaubwürdigen Verhaltens zählt“, interpretiert Managing Partner Sepp Tschernutter das Ergebnis des klar.SORA Glaubwürdigkeits-Rankings. Auch die nächsten Plätze gehen mit Voestalpine, Post, Verbund und ASFINAG an große, bekannte Infrastruktur- und Industrieunternehmen.

In der Autoindustrie setzte es nach den Negativ-Schlagzeilen rund um gefälschte Abgaswerte eine Schlappe für Volkswagen, das hinter BMW, Mercedes (jeweils 59 Prozent) und Audi (55 Prozent) nur mehr von 35 Prozent der Österreicher als glaubwürdig eingeschätzt wird. Bei der Beurteilung von Krisenkommunikation gelte es behutsam zu sein, sagt Tschernutter. Und doch werde deutlich: „Ohne klare Position und Strategie widersprüchliche oder beschönigende Aussagen zu machen, zerstört Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Hier Sagen und Tun wieder in Gleichklang zu bringen, ist harte Arbeit.“

Die Banken kämpfen nach der Finanzkrise weiter um ihre Glaubwürdigkeit. Nur die Raiffeisen-Bank konnte sich mit 58 Prozent im Mittelfeld behaupten. Die anderen abgefragten Banken finden sich durchwegs am unteren Ende des Rankings: Erste Bank und BAWAK P.S.K. können nur 43 beziehungsweise 40 Prozent von ihrer Glaubwürdigkeit überzeugen. Die Bank Austria kam auf einen Wert von 33 Prozent.

Hirscher vor Papst und Fischer

Als glaubwürdigste Institutionen wurden Feuerwehr (98 Prozent), das Rote Kreuz (93 Prozent) und die Polizei (85 Prozent) eingestuft.  Das erstmals abgefragte Bundesheer liegt mit 74 Prozent klar dahinter. Die Kirche fanden 46 Prozent der Bevölkerung glaubwürdig – immerhin um 11 Punkte mehr als im Vorjahr. Bei den Personen geht Ski-Star Marcel Hirscher als erster durchs Ziel: 83 Prozent halten den Skistar für glaubwürdig, auf Platz zwei schaffte es der Papst mit 82 Prozent.

Der glaubwürdigste Politiker ist Heinz Fischer (75 Prozent), aber auch Bundeskanzler Christian Kern und der designierte Bundespräsident Alexander Van der Bellen erzielten mit 53 bzw. 52 Prozent hohe Neueinstiegs-Werte. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache schätzt nur etwas mehr als ein Drittel als glaubwürdig ein. Am Ende der Politik-Skala finden sich Vladimir Putin, Donald Trump und Recep Tayyip Erdoğan. Mehr Details unter www.klar.net.
Seite eins des Glaubwürdigkeits-Rankings.
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