Clubabend: Marketing Club Österreich tauchte ...
 
Clubabend

Marketing Club Österreich tauchte in die Welt des E-Sports ein

Patrick Weichmann/MCÖ
V.l.n.r.: Moderator Bernhard Vosicky (Radio Wien), Niko Pabst (MCÖ), Marco Harfmann (A1 Telekom Austria), Tarek Sharif (GameCity / Experte der Gaming-Branche), Stefan Baloh (Präsident ESVÖ), Rebecca Raschun alias Justbecci (Gamerin und Moderatorin), Andreas Ladich (Vorstand Marketing Club Österreich / Flughafen Wien)
V.l.n.r.: Moderator Bernhard Vosicky (Radio Wien), Niko Pabst (MCÖ), Marco Harfmann (A1 Telekom Austria), Tarek Sharif (GameCity / Experte der Gaming-Branche), Stefan Baloh (Präsident ESVÖ), Rebecca Raschun alias Justbecci (Gamerin und Moderatorin), Andreas Ladich (Vorstand Marketing Club Österreich / Flughafen Wien)

Am Montagabend ging das Clubevent "E-Sports, Einstieg in eine boomende Branche" vor Ort im ViennaBallhaus und per Facebook-Livestream über die Bühne. Dabei diskutierten vier Experten, wie viel Potenzial für Werbetreibende in diesem innovativen Sportzweig wirklich steckt.

Den Anfang machte Tarek Sharif, Organisator der GameCity und Experte der Gaming-Branche. Er erklärte in einer kurzen Keynote alles Wissenswerte rund um die Gaming-Branche. Seine Geschichtsreise startete beim ersten Videospiel "Pong" in den 70er-Jahren, ging weiter über den Gameboy in den 80ern, den Spielkonsolen in den 90ern bis hin zu den heutigen Angeboten. Österreichs größte Computer- und Konsolenspiel-Messe gibt es seit 2007: "In den 2000er-Jahren war die Szene geprägt von Killerspiel-Debatten. Die Stadt Wien setzte daraufhin ein starkes und innovatives Zeichen und fokussierte sich auf Aufklärung statt Verbote. So wurde die GameCity ins Leben gerufen", erklärte Tarek Sharif, der Organisator der Veranstaltung, die voriges Jahr bereits 80.000 Besucher zählte.

In einem waren sich die Experten einig: Wenn es darum geht, die junge – überdurchschnittlich männliche, aber auch der weibliche Anteil nimmt stark zu – Zielgruppe zu erreichen, besitzt E-Sports großes Potenzial. "Wenn ich heutzutage die junge Zielgruppe ansprechen will, führt an E-Sports kein Weg vorbei", gibt Marco Harfmann, Direktor für Marketingkommunikation bei A1 Telekom Austria, Einblicke in seine Werbestrategien. "Wichtig ist, dass man dann nicht mit der herkömmlichen Kommunikation auffährt, sondern das Know-how der Experten und spezialisierten Agenturen nützt, um seine Markenpräsenz glaubwürdig umzusetzen."

Auf Glaubwürdigkeit setzt auch Rebecca Raschun alias Justbecci. Sie ist selbst Gamerin und Moderatorin und spricht das Themengebiet der Influencer an. Dabei achtet sie sehr darauf, Werbekunden und Produkte auszuwählen, die gut zu ihr und zu ihrer Zielgruppe passen. Authentisch zu sein, ist ihrer Meinung nach das Um und Auf der Szene: "Als Auftraggeber lohnt sich eine ausgiebige Recherchearbeit, welcher Influencer wirklich zur Markenwelt passt." Außerdem müssen aus ihrer Sicht die Produkte auch vertretbar sein, da sie gerade ihrer jüngeren Fangemeinde gegenüber eine gewisse Verantwortung sieht.

Nicht ganz ohne Nerd-Klischees

Die E-Sport-Branche hat trotz steigender Erfolgszahlen immer noch mit Ressentiments zu kämpfen. "Bei den Entscheidungsträgern herrschen immer noch die Klischees vor, dass es sich bei E-Sportlern um asoziale, unsportliche Nerds handelt, die stundenlang im Keller sitzen und Ego-Shooter spielen", beschreibt Harfmann die Situation: "Wir haben uns entschieden, unsere E-Sports-Aktionen familienfreundlich zu gestalten und verzichten bewusst auf Spiele mit gewaltvollen Inhalten." Das bestätigt auch Tarek Sharif: "Ich denke, dass immer mehr Sponsoren und Investoren das Potenzial dieses neuen Marktes entdecken."

Einen Ausblick auf die künftigen Entwicklungen der Branche gibt Stefan Baloh, Präsident des ESVÖ eSport Verband Österreich – Austrian eSport Federation: "Die Zeit spielt eine wesentliche Rolle, die Spieler von heute sind die Verantwortlichen von morgen. Es wird in ein paar Jahren noch viel einfacher werden, E-Sports zu etablieren, da dann die Entscheidungsträger wohlmöglich in jungen Jahren selbst auf LAN-Partys gezockt haben."

Zu Beginn des Clubabends wurden auch die Rookies of the Year des Marketing Management Lehrgangs der Werbe Akademie Wien ausgezeichnet. Die jahrgangsbesten Studentinnen Stefanie Zapletal (Diplomarbeitsprojekt Stefanie Yoga) und Stephanie Zsifkovits (Diplomarbeitsprojekt Rick Gin Free) wurden dabei für ihre Leistungen geehrt.

Durch den Abend führte der Moderator Bernhard Vosicky von Radio Wien. 50 Marketing Club-Mitglieder und Gäste trafen sich unter hohen Sicherheitsvorkehrungen im ViennaBallhaus, darunter Daniel Horak (Wiener Städtische Versicherung), Martin Kallab (Wiener Linien), Andreas Ladich (Flughafen Wien), Christian Pesau (Industriellenvereinigung), Melanie Rondonell (Swatch) sowie Julia Sifnios (IBM Österreich). Alle Infos zu den Events im Herbst, die Möglichkeit zur Anmeldung und den Sicherheitsvorkehrungen sind unter www.marketingclub.at zu finden.
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