Bilder, die stark emotionalisieren
 

Bilder, die stark emotionalisieren

Markus Wache
v.l.n.r.: Michael Piringer (OMV), Markus Fallenböck (Own Austria) und Lisa Fuchs (RHI Magnesita).
v.l.n.r.: Michael Piringer (OMV), Markus Fallenböck (Own Austria) und Lisa Fuchs (RHI Magnesita).

Um „Emotionalisierung starker B2B-Marken im globalen Wettbewerb“ ging es in einem von Markus Fallenböck (Own Austria) moderierten Panel auf den Österreichischen Medientagen 2019. Am Podium trafen Lisa Fuchs (RHI Magnesita) und Michael Piringer (OMV) aufeinander.

Dass die derzeitige Debatte rund um Energie emotional geführt werde, sei nicht neu, bekannte Piringer, Head of Corporate Reputation bei der OMV. Dafür setze die OMV Maßnahmen für den Klimaschutz. „Auf Kommunikationsseite gilt es Fakten gilt es Fakten emotional ansprechend zu vermitteln“, lautete das Credo Piringers. Denn das Thema Emotion gewinne immer mehr an Bedeutung. Sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich. Im Rahmen eines integrierten Geschäftsmodells werbe die OMV weltweit, als „Partner of Choice“ wahrgenommen zu werden. Deshalb spielten Schlüsselbegriffe wie Vertrauen, Sympathien, Glaubwürdigkeit eine große Bedeutung.

Durch Messeauftritte, internationale Kampagnen und Sponsoring versuche die OMV sich potenzieller Partner vor allem auf den Märkten des Mittleren Ostens und Asiens bekannt zu machen. . Dabei bediene man sich auch heimischer Sujets und international bekannter Sehenswürdigkeiten, die stark emotionalisierten, so Piringer. Doch damit nicht genug: Das Sponsoring sei bewusst so gewählt, dass es die Menschen nicht nur im Heimatland Österreich anspreche. Mit dem Slogan „Energie für ein besseres Leben“ wolle man darstellen, wo überall Produkte der OMV im Leben der Menschen eine Rolle spielen.

Feuerfeste Produkte sind nicht sexy

Einen ganz anderen Ansatz zu emotionalisieren verfolgt Fuchs als Unternehmenssprecherin bei RHI Magnesita. Sie steht vor der Aufgabe, den 2017 durch einen Merger von RHI und der brasilianischen Magnesita nicht nur eine neue Corporate Identity zu geben, sondern auch eine neue Unternehmenssprache „bei einem scheinbar nicht so sexy Produkt“. Für RHI Magnesita sei es wichtig „ein CRM-System zu implementieren“. Ohne feuerfeste Produkte aus dem Hause RHI Magnesita gäbe es viele Produkte des alltäglichen Lebens nicht, "das müssen wir mit emotionalen Bildern kommunizieren", so Fuchs.

In puncto Emotionalisierung beschreitet sie auch neue Wege. So habe der erst kürzlich eingerichtete Instagramm-Account auf Anhieb fast 3.000 Follower. „Das sind unsere Future Employees, die uns folgen“.  Zwar werde die Kommunikation von einem globalen Team verantwortet, in den Ländern vor Ort seien jedoch Kommunikationsabteilungen eigenständig tätig. „Man muss loslassen und vertrauen“, beschreibt sie die Kompetenzaufteilung.

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