Berlusconis Mediaset in der Krise: Präsident ...
 

Berlusconis Mediaset in der Krise: Präsident kürzte sich Gehalt

Um 800.000 Euro auf 2,74 Mio. Euro plus Aktien

Nachdem die Ex-Premier Silvio Berlusconi gehörende börsennotierte Fernsehsender-Gruppe Mediaset 2012 erstmals in ihrer 20-jährigen Geschichte rote Zahlen geschrieben hat, hat sich ihr Präsident Fedele Confalonieri sein Gehalt gekürzt. Für 2012 kassierte Confalonieri 800.000 Euro weniger als im Jahr davor, was einem Rückgang von 22 Prozent entspricht. Insgesamt verdiente Confalonieri 2,74 Millionen Euro plus 293.000 Mediaset-Aktien.

Der Vizepräsident der Gruppe, Berlusconis Sohn Pier Silvio, kassierte im Vorjahr 1,46 Millionen Euro, was einem einprozentigen Rückgang gegenüber 2011 entspricht, berichtete das Unternehmen.

2012 betrugen die Verluste von Mediaset 287 Millionen Euro. Für das Jahr davor hatte das Unternehmen noch Gewinne von 225 Mio. Euro gemeldet. Der Umsatz 2012 sank um 12 Prozent auf 3,72 Mrd. Euro. Die Nettoverschuldung fiel von 1,9 Mrd. Euro auf 1,7 Mrd. Euro. Das Unternehmen wird den Aktionären keine Dividende ausschütten.

Die Verluste sind vor allem dem starken Rückgang auf dem italienischen Werbemarkt zuzuschreiben. Allein für Jänner 2013 meldete Mediaset bei den Werbeeinnahmen einen Rückgang von 14,5 Prozent. Die Ausgaben wurden voriges um 307 Mio. Euro reduziert.

(APA)
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