Befragung verspricht goldene Zeiten für Influ...
 

Befragung verspricht goldene Zeiten für Influencer

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Wichtiger denn je ist - nach entsprechend unliebsamen Erfahrungen - für die Werber beim Influencer-Marketing Transparenz gegenüber der Zielgruppe.
Wichtiger denn je ist - nach entsprechend unliebsamen Erfahrungen - für die Werber beim Influencer-Marketing Transparenz gegenüber der Zielgruppe.

Eine Umfrage der World Federation of Advertisers (WFA) besagt, dass Influencer-Marketing nicht nur Hype ist, sondern eine bleibende Werbeform. Zwei Drittel der befragten Auftraggeber - mit einem vereinten globalen Werbevolumen von 59 Milliarden Dollar - wollen noch heuer vermehrt auf Influencer setzen.

Die Umfrage der Vereinigung der Werbe-Auftraggeber, die die meisten multinationalen Großkonzerne unter ihrem Dach vereint, belegt den Rang, den Influencer-Marketing inzwischen auch für etablierte Marken einnimmt. Bestimmend ist laut der Erhebung der Wunsch bei den Auftraggebern, dass der Werbekanal mehr Transparenz - und ein dadurch erhofftes Plus an Vertrauenswürdigkeit - bekommt. 71 Prozent der Befragten stuften es etwa als "unerlässlich" und "sehr wichtig" ein, dass das Verhältnis zwischen Influencer und Marke auch nach außen hin deklariert wird, etwa über Hashtags in Posts, Einblendungen in Bewegtbildformaten, mündliche Verweise in Podcasts und anderem mehr.

WFA-CEO Stephan Loerke fasst die Wünsche seiner Klientel mit den Worten zusammen: "Influencer-Marketing wird ein Schlüsselkanal für Marketer, aber es wird nur wirksam sein, wenn man bezahlte Partnerschaften deklariert und Marketer sich sicher sein können, dass sie damit richtige Menschen und keine Bots erreichen." Das kann als direkte Wunschliste an entsprechende Anbieter gelten, denn laut der Umfrage überlassen 64 Prozent der Firmen das Scouting nach passenden Influencern Drittanbietern. Ebenso haben 63 Prozent der Auftraggeber keine vertragliche Verbindung zu den Influencern, sondern nur zu deren Agentur.

Laut Rob Dreblow, Head of Marketing Services bei WFA, ist sowohl auf Seiten der Auftraggeber als auch bei Agenturen und Influencern noch Luft nach oben, was Transparenz im Influencer-Marketing anbelangt. Durchgesetzt hat sich aber bereits die Erkenntnis, dass es nicht um - manchmal auch nur scheinbare - Quantität, sondern Qualität geht: 96 Prozent der Befragten maßen der Solidität der Followerbasis von Influencern höchste Bedeutung bei - ein Wert, der sogar noch über der Frage der Ehrlichkeit und Authentizität der Influencer selbst lag, die 93 Prozent für essenziell halten.

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