Aus für Uber: Konkurrenz wirbt um Taxi-Kunden
 

Aus für Uber: Konkurrenz wirbt um Taxi-Kunden

mytaxi

Nach dem vorläufigen Aus von Uber in Wien werben nun die Konkurrenz-Apps mytaxi und Taxify mit Aktionen um die Gunst der Taxi-Kunden.

Vier Jahre war Uber bereits in Wien aktiv und hatte erst im vergangenen Sommer seine Marketing-Aktivitäten in Österreich verstärkt - unter anderem durch Partnerschaften mit Rapid Wien, Coca-Cola und der Veranstaltung "Masters of Dirt"; nun hat Uber seine Aktivitäten aufgrund eines Urteils des Handelsgerichts Wien vorerst gestoppt. Wiewohl man gegenüber den Kunden betont, dass das Aus für Uber nur temporär sei: "Wir gehen davon aus, dass uns dies in Kürze gelingen wird und wir innerhalb weniger Tage wieder zurück sein werden", hieß es diese Woche in einem Statement von Uber. Unbestätigten Medienberichten zufolge soll Uber ab 27.4., 19 Uhr, wieder in Wien verfügbar sein - mit adaptierten Regeln.

mytaxi mit einer "Uberraschung"

In der Zwischenzeit bemüht sich die Konkurrenz, mit Rabatten und Aktionen um die Gunst der Taxi-Kunden zu buhlen. So bietet die App mytaxi einen 5 Euro Gutschein für alle per App bezahlten Fahrten über die Taxi-App an. Um diesen zu nutzen, müssen die Kunden vor dem Bezahlvorgang „Uberraschung“ als Gutscheincode angeben - ein Wortspiel mit Seitenhieb auf den Konkurrenten. mytaxi übernimmt dann 5 Euro der Fahrtkosten, der Fahrer selbst erhält den vollen Fahrpreis.

Mit der Aktion will mytaxi Kunden zurück in die Taxis holen, die zuletzt Konkurrenzangebote wie Uber genutzt haben, heißt es in einer Presseaussendung: „Dies ist jetzt genau der Zeitpunkt, um gerade jungen Menschen zu zeigen, dass Taxis einen modernen Service bieten können. Per Fingertipp das Taxi bestellen, und per Swipe die Fahrt bezahlen, Freunde werben – all das ist mit mytaxi problemlos möglich. Wir wollen mit gutem Service punkten – und mit professionellen und lizensierten Fahrern. Als Anreiz, uns auf die Probe zu stellen bieten wir bis zum 6. Mai den 5 Euro Gutschein an“, erklärt mytaxi Austria Geschäftsführerin Sarah Lamboj. 

mytaxi arbeitet in Wien mit 1.000 lizensierten Taxi-Fahrern zusammen. Lamboj betont, dass mytaxi sich als Partner des Taxigewerbes und der Taxifahrer verstehe: „Unser Ansatz ist es ganz klar, nach den Regeln zu spielen und innerhalb des bestehenden Rechtsrahmens die Modernisierung der Taxiindustrie mit voranzutreiben. Dort, wo wir glauben, dass die Rechtslage überarbeitet werden muss, suchen wir das Gespräch mit den Behörden. Wir glauben, dass Taxis auch in Zukunft eine sehr wichtige Rolle, gerade bei der innerstädtischen Mobilität, einnehmen werden. Dafür ist es aber wichtig, mit der Zeit zu gehen und seinen Service den veränderten Erwartungen der Kunden anzupassen. Genau dafür steht mytaxi.“

Taxify setzt auf Styling

Das estnische Unternehmen Taxify betont ebenfalls, dass man im Gegensatz zum US-Konkurrenten Uber noch in Österreich aktiv sei - und setzt auf Styling: In einer Mail an die Kunden wird betont, dass im Rahmen einer Partnerschaft mit Urban Decay und Douglas am 27. und 28. April 2018 von 18:00 bis 22:00 Uhr in Wien die"Urban Decay Beauty Vans" auf den Straßen unterwegs sein werden. In selbigen können sich die Kundinnen kostenlos von Profi-Visagisten für ihr Abendprogramm stylen lassen, heißt es von Taxify. Zudem gab Taxify eine Partnerschaft mit Folyo bekannt. 

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