AUA-Destination: Neue Kommunikation
 

AUA-Destination: Neue Kommunikation

Austria Airlines
Silvia Dopler (Distribution), Barbara Greul, Tanja Gruber, Ursula Berger und Vanessa Schmidt (Medienanfragen) (v.l.) im inhaltlichen und räumlichen Zentrum der Kommunikation – dem AUA-Newsroom.
Silvia Dopler (Distribution), Barbara Greul, Tanja Gruber, Ursula Berger und Vanessa Schmidt (Medienanfragen) (v.l.) im inhaltlichen und räumlichen Zentrum der Kommunikation – dem AUA-Newsroom.

Österreichs größte Fluglinie strukturiert ihre Kommunikationsagenden wegen neuer Zielgruppenanforderungen neu – inklusive personeller Rochaden.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 27-28/2018 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Verstärkter Fokus auf strategische Themenplanung und den richtigen Kommunikationskanal – so lautet das Ziel, das die Austrian Airlines mit ihrer neu strukturierten Kommunikation ab sofort ansteuern. War der Bereich bisher in „interne und externe“ Kommunikation gegliedert, erfolgt nun aufgrund „zunehmender Vermischung interner und externer Zielgruppen“ die Teilung in „Content und Distribution“.

Hierbei gehe es um langfristiges Agenda-Setting großer Kommunikationsthemen, die man integriert denken wolle, erklärt Tanja Gruber, AUA-Pressesprecherin und Neo-Abteilungsleiterin „Communications Distribution & Media Relations“, im Gespräch mit HORIZONT. Abseits der steigenden Vermischung der Zielgruppen gibt es aber noch einen anderen Grund für die Neuorganisation des Kommunikationsbereichs. So krempelte der Mutterkonzern Lufthansa ihren schon 2017 um, die Swiss Group zog zu Beginn dieses Jahres nach, so Gruber. Selbst sei man nun ebenfalls dem Wandel gefolgt, weil auch die Austrian Airlines von der Struktur überzeugt seien.

Newsroom-Atmosphäre
Hinsichtlich der Kanäle wolle man Schwerpunkte etwa im Ausbau der Bewegtbildkommunikation sowie des Social Intranets setzen – eines von Grubers „Herzensprojekten“, wie sie schildert: „Unser Intranet ist ein großes Projekt, das es zu modernisieren gilt.“ Täglich informiere man die Mitarbeiter etwa über Streckenänderungen oder Personalmeldungen. Da das Intranet in der mobilen Version noch nicht auf dem neuesten Stand sei, decke man etwaige Defizite derzeit mit einer eigenen internen News-App ab. Zusätzlich vertraut man für den Austausch zwischen allen AUA-Kollegen auf die Microsoft-Chatplattform Yammer, die von mittlerweile 60 Prozent der Mitarbeiter genutzt werde.

Dass sich Unternehmen zunehmend als eigene Medien positionieren, sieht man auch bei der AUA: Im Zentrum des neuen Konzepts sowie des Kommunikationsbüros am Flughafen Wien Schwechat bleibt weiterhin der eigene Newsroom, auf den man schon seit Jahren vertraut. In der Mitte des Großraumbüros steht der News-Desk, an dem sich das Team täglich um 9:25 Uhr trifft, um tagesaktuelle Themen und die kommenden zwei Wochen zu besprechen. Anschließend tauscht man sich im Lufthansa-gruppenweiten Video-Call aus. Um 13 Uhr findet die Redaktionssitzung gemeinsam mit dem Social- und Website-Team statt.

‚Magazin wird gerne gelesen‘
Auch wenn es ohne Digital nicht geht – WE, das Mitarbeitermagazin der Austrian Airlines, bleibt in Printform erhalten. „Viele unserer Mitarbeiter arbeiten nicht im Office, vor allem natürlich die fliegenden Kollegen oder jene im Operations-Bereich. Das Magazin wird von ihnen sehr gerne gelesen, schließlich kann man die Printvariante gut mitnehmen und in der Pause oder während eines Layovers lesen“, meint Gruber.

Die Reorganisation ist aber nicht nur inhaltlicher Art, personelle Rochaden stehen ebenso an. Während Peter N. Thier als Leiter der Corporate Communications und Konzernpressesprecher erhalten bleibt, hat die ehemalige Deputy Senior Director Corporate Communications und Director External Communications, Patricia Strampfer, das Unternehmen mit Ende Juni verlassen.

Barbara Greul wird ebenso wie Gruber Abteilungsleiterin, allerdings für „Communications Strategy & Content Production“.

Sandra Bijelic und Leonhard Steinmann bleiben Pressesprecher, wobei Letzterer den Twitter-Kanal verantworten wird. Das Content-Team wird ab September von Markus Setznagel verstärkt, der von der OMV zur Fluglinie wechselt, um den Bewegtbildbereich voranzutreiben. Ursula Berger indes übernimmt die Modernisierung des AUA-Newsrooms.

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