Architektur mit Dachmarke
 

Architektur mit Dachmarke

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Warum sich ein über 50 Jahre altes Architekturbüro einem umfassenden Branding-Prozess unterzogen hat

Das Vorgängerbüro, Marchart Moebius & Partner, bestand seit 1960. Seit  2000 führen Josef Moser und sein Sohn Marius als geschäftsführende Gesellschafter „Moser Architects“ mit rund 100 Mitarbeitern in drei Divi­sionen: Moser Development, Moser Health Care und Moser International. „Wir setzen immer mehr Projekte im Ausland um. Deshalb war es uns wichtig, eine Marke zu schaffen, die überall gleich verständlich ist, die die internationale Positionierung stärker nach außen zeigt und mit der man sich von Mitbewerbern in Österreich differenziert“, begründet Marius Moser die umfassenden Branding-Maßnahmen. Ein Architekturbüro brauche aus demselben Grund wie andere Branchen eine starke Marke; Moser Architects stehe für „Design für die ­Menschen und individuelles Wohlbefinden.“ Das habe man in mittlerweile weit über 1.000 realisierten oder projektierten Bauvorhaben belegt, so Moser.

Online international unabdingbar
Der Branding-Prozess wurde von der seso media group geführt, für die Umsetzung auf der Website zeichnet 9dots verantwortlich, PR-Partner ist Kobza Integra. Moser Architects am Handelskai in Wien wickelt im Schnitt pro Jahr Bau- und Projektumsätze von 70 bis 100 Millionen Euro ab, für private wie auch öffentliche Auftraggeber. Etwa ein Drittel der Aufträge kommt aus dem Ausland – das internationale Geschäft ist jenes mit dem größten Wachstums­potenzial. Moser: „Wir beobachten, dass viele internationale Großbüros immer stärker digital kommunizieren oder via Facebook, Twitter und Instagram partizipieren.“ Daher sei der Online-Auftritt ein wesentlicher Teil der Marke, denn viele internationale Entscheider informierten sich zuerst über das Netz über ein Büro und dessen Projekte. „Die Website als Flagship war eine erste Maßnahme, eine stärkere Social-Media-Präsenz werde  folgen, kündigt Moser an. Denn, und da spricht er wohl auch für die Architektenzunft: „Wir Österreicher brauchen uns nicht zu verstecken.“ 
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