Arbeit ist Grundbedürfnis und Statussymbol
 

Arbeit ist Grundbedürfnis und Statussymbol

Xing E-Recruiting Pressegespräch, 12.Juni 2018

Geld ist nicht alles, besagt eine aktuelle Studie zu Motivation im Job.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 24/2018 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Wieso stehen Menschen in Österreich jeden Tag auf und gehen arbeiten? Dieser und anderen Fragen ging marketagent.com für Xing im Rahmen einer repräsentativen Umfrage unter 1.001 Erwerbstätigen in Österreich nach. Arbeit ist dabei nicht nur ein Mittel zum Zweck, um die Miete bezahlen zu können, so eine der Kernaussagen aus der Studie: Genau ein Viertel der Befragten ist auch der Meinung, dass Arbeitstätigkeit ein wichtiges Statussymbol sei. Besonders ausgeprägt ist diese Sichtweise bei jungen Menschen (33,7 Prozent), von denen viele noch Kettenverträge, unbezahlte Praktika und prekäre Beschäftigungen als Einstieg ins Berufsleben erleben – wer hier eine Festanstellung vorweisen kann, der sieht dies als großen Jackpot an. Außerdem empfinden deutlich mehr Frauen (27,9 Prozent) als Männer (22,5 Prozent) Arbeit als Statussymbol. Zudem sehen 22,7 Prozent der Befragten Arbeit als ein menschliches Grundbedürfnis. Die größte Zustimmung zu dieser Aussage gibt es in den Altersgruppen der 18- bis 24-Jährigen (30,4 Prozent) sowie in der Generation 50+ (28,3 Prozent). Insgesamt gut jeder Zehnte wiederum ist der Meinung, dass Arbeit „die Geißel der Menschheit“ sei; jeder Fünfte gibt an, nur des Geldes wegen zu arbeiten, allerdings gibt es hier einen deutlichen Schnitt bei steigendem Gehalt: Bei Arbeitnehmern mit einem Bruttoeinkommen über 3000 Euro liegt der Anteil nur noch bei 13,8 Prozent, bei einem Einkommen unter 1500 Euro sind es 25,9 Prozent.

Gründe für den aktuellen Job

Und warum üben österreichische Arbeitnehmer ihren aktuellen Job aus? Auf diese Frage, bei der Mehrfachnennungen möglich sind, geben 50,7 Prozent an, dass sie dies tun, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Auf Rang zwei folgt mit 29,3 Prozent schon die Tatsache, dass der aktuelle Job Spaß macht. Bei Menschen, die in der Unternehmensleitung stehen, liegt dieser Anteil gar bei 49 Prozent und somit an erster Stelle der Motivationsfaktoren für den aktuellen Job. Wichtig sind den österreichischen Arbeitnehmern bei der Wahl des aktuellen Jobs auch eine gute Erreichbarkeit des Firmenstandorts (25,7 Prozent) sowie angenehme und flexible Arbeitszeiten (26,7 Prozent). Darauf folgt die Tatsache, dass die aktuelle Tätigkeit spannend und interessant ist, wobei es auch hier starke Unterschiede unter den Befragten gibt: Im Schnitt stimmen 25,7 Prozent dieser Angabe zu, bei Befragten mit über 3000 Euro Bruttomonatseinkommen sind es 41 Prozent, bei Befragten mit Matura oder Uni- Abschluss sind es 34,9 Prozent.

Für 81,1 Prozent der Befragten ist es zudem „sehr wichtig“ oder „eher wichtig“, dass sie eine Sinnhaftigkeit in ihrer Arbeit erkennen können; 88,9 Prozent erleben ihre aktuelle Tätigkeit auch „auf jeden Fall“ beziehungsweise „eher schon“ als sinnvoll. Besonders Befragte aus der Unternehmensleitung und leitende Angestellte erkennen ihre berufliche Tätigkeit auf jeden Fall als sinnvoll. Je größer die Identifikation mit dem Beruf, desto eher beschäftigen sich die Österreicher auch in ihrer Freizeit mit beruflichen Themen: 19,3 Prozent tun dies häufig, 40,5 Prozent zumindest gelegentlich.

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