Accenture sagt: herkömmliches Fernsehen ist o...
 

Accenture sagt: herkömmliches Fernsehen ist out.

Die Accenture Studie „Always On, Always Connected“ für das Jahr 2012 ist erschienen. Normales Fernsehen ist out, Hybrid, HD und 3D sind in.

Der weltweite Beratungs- und Technologie-Dienstleister, Accenture, beschäftigte sich in der internationale Studie „Always On, Always Connected“ mit dem Thema Bewegtbild. 

Fragmentierung der Empfangsgeräte 

Laut der Studie sehen sich mehr Menschen als vor zwei Jahren Sendungen und Videos auf dem Computer an. Im Durchschnitt liegt der Anteil bei allen befragten Ländern bei 33 Prozent - auf Smartphones sehen immerhin 10 Prozent Programme. Dies erscheint logisch, so stieg schließlich auch die Anzahl der Bewegtbild-Plattformen. Der Trend spiegelt sich auch in der Kaufabsicht wieder. Die Absicht sich einen regulären, high-definition oder 3D Fernseher in den nächsten 12 Monaten zuzulegen fiel um 32 Prozent, so die Studie. Möglicherweise sind Haushalte schlichtweg derzeit gesättigt. 

In den USA schalten heute sogar 40 Prozent weniger Befragte ihre traditionelle "Flimmerkiste" ein als noch 2009, wenn sie Sendungen und Filme sehen wollen. In Frankreich sind es 20 Prozent. 

"Der Kampf um den Zuschauer hat sich auf das Internet ausgeweitet. Die Menschen verbringen viel Zeit online, an vernetzten Geräten, die in vielen Situationen die klassische Mattscheibe ersetzen", erklärt Nikolaus Mohr, Geschäftsführer im Bereich Communications, Media & Technology bei Accenture.

 Leittragende der Entwicklung 

Natürlich gibt es auch Verlierer, darunter DVDs oder kostenpflichtigen Kabel- und Satellitenprogramm-Anbieter. Denn 32 Prozent derjenigen, die Online-Unterhaltungsangebote nutzen, leihen oder kaufen sich so gut wie keine oder überhaupt keine Filme mehr auf DVD. Zwölf Prozent wollen ihr TV-Abo kündigen oder haben es bereits getan - wovon OTT-TV-Anbieter wie Hulu in den USA bereits profitieren. Bei "Over-the-top-TV" können Zuschauer Videos und Sendungen im Prinzip auf jedem internetfähigen Endgerät empfangen.  Offenheit ist der Erfolgsfaktor. Zu den Anbietern gehören unter anderem Hulu, tape.tv und Google mit Youtube, aber auch TV-Sender mit ihren Videoportalen und Mediatheken. 

Fazit 

Für Nikolaus Mohr ist klar: „Die Zukunft ist hybrides Breitbandfernsehen", (Hbb-TV) sagt er, „also ein Angebot, das Inhalt und Elemente des klassischen Programmfernsehens mit Bewegtbild-Content aus dem Web verbindet.“ Eine gewagte These, in Anbetracht, dass Hbb-TV seit Jahren bereits jährlich angekündigt wurde und dann doch irgendwie nie kam. 

Laut der GFK wurden im letzten Jahr bis Sommer 1.000 Hbb-TV Geräte in Österreich verkauft, das Weihnachtsgeschäft lieferte wahrscheinlich noch einige dazu. Im Vergleich dazu wurden 2011 130.000 Tablets abgesetzt (gemessen bis November).

Key-findings

  • Verbraucher erreichen einen Zustand der “Hypermobillität“. Rasch adoptieren sie mobile Technologien und laden Apps herunter, die sie immer und jederzeit miteinander verbunden halten. Als Resultat sollen Fernsehen und Absichten des Fernseherkaufs rückläufig sein.
  • Konsumenten nutzen mehr elektronische Medien. Sie modifizieren ihr Verhalten im Bezug zu auf Cloud-Services.
  • Die Konsumenten sind mehr und mehr abhängig von der explodierenden Anzahl der Apps und deren Reichweite.
  • Die „Emerging Markets“ treiben und führen das Wachstum von vielen Anwender-Technologien, jedoch sind diese Märkte nicht einheitlich in Bezug auf Gerätekäufe und Verwendung.
  • Elektronikfachketten blieben die dominante Wahl für Hardwarekäufe, andere Kanäle (darunter Online) konnten sich signifikant steigern.


 Die Studie 

Für die Accenture-Studie "Always On, Always Connected" (2012) wurden jeweils 1.000 Personen in den Ländern Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Japan, Russland, Schweden, Südafrika und den USA befragt. Die Ergebnisse der europäischen Länder, der USA und für Japan sind repräsentativ für die Gesamtbevölkerung. In den übrigen Ländern sind die Ergebnisse repräsentativ für die städtische Bevölkerung. Die Daten wurden im Herbst 2011 erhoben. Das Befragungspanel hat GMI (Global Market Insite) zur Verfügung gestellt, die Auswertung übernahm durch Accenture Research. Zum Download: hier.

Accenture 

 Accenture ist ein internationaler Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister mit mehr als 244.000 Mitarbeitern,  in über 120 Ländern. Accenture erwirtschaftete im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August 2011) einen Nettoumsatz von 25,5 Mrd. US-Dollar. Weitere Informationen auf www.accenture.at
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