Zwerge von heute
 

Zwerge von heute

Glosse von Catharina Fink

Winterzeit, Grippezeit. Und ich erst vor einigen Tagen mit meiner – noch gesunden – Kleinen beim Kinderarzt zum Impftermin. Oje, gleich nach dem Betreten der Ordination schwant mir Übles, denn rund um uns herum wird gehustet und geschnupft. Deswegen: Oje.

Doch zum Glück stehen uns Müttern von heute die modernen Medien als Hilfsmittel zur Verfügung. Was also tun? Ich zaubere aus meiner Tasche das Smartphone, auf dem sich seit einiger Zeit eine von mir und meinen zwei Zwergen heiß geliebte Malbuch-App für Kleinkinder befindet – nur für Notfälle, versteht sich – und schon habe ich das Risiko, das sich meine Zweijährige einen bösen Virus einfängt, wesentlich reduziert. Denn dank Smartphone blieb sie brav bei Mami sitzen, anstatt mit den anderen Zwergen ihren Rotz auszutauschen. Manchmal muss man sich halt nur zu helfen wissen.

Und auch bei meinem Vierjährigen erweist sich das Smartphone regelmäßig als überaus nützliches Tool – und zwar schon zu regelrechten Bildungszwecken. „Mami, wie funktioniert ein Vulkan eigentlich?“, hat er mich erst unlängst gefragt. Gefragt – gezeigt. Und zwar am Smartphone. Via YouTube hat sich das Magma dann sehr anschaulich seinen Weg an die Erdoberfläche gebahnt. Und mein Kleiner war schwer beeindruckt.

In bewegten Bildern ist eben alles Wissen gleich viel leichter verständlich. Wie sagt man im Alter doch so gern: „Ach, hätt’s das doch nur schon zu meiner Zeit gegeben.“
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