Städte-Kampagne: Linz ist hoffentlich anders
 
Städte-Kampagne

Linz ist hoffentlich anders

Sabine Klimpt

Menschen und nicht Häuser sind die Stadt.

Der griechische Staatsmann Perikles sagte treffend: Die Menschen und nicht die Häuser sind die Stadt.“ Wenn der Linzer Tourismusdirektor Georg Steiner über seine Aufreger-Kampagne „Linz ist Linz“ spricht, die die oberösterreichische Landeshauptstadt in ein nicht gerade freundliches Licht rückt, dann blitzt der intellektuelle Tourismusmanager auf, der genug hat von idyllischen Bergen und Seen, wie sie klassische Kampagnen der Branche zeigen. Steiner geht aber noch viel weiter: Den Begriff Zielgruppe will er gleich zur Gänze abschaffen, die Kunden seien Partner und eben keine „Targets“. Das Reisemarketing insgesamt müsse neu gedacht werden – auch im Sinne der Nachhaltigkeit.


All das erinnert an einen Vordenker der Markenentwicklung touristischer Regionen, den ehemaligen Tirol-Werbechef Andreas Braun. Er prägte eine ganze Generation von Touristikern und das Image des Landes Tirol. Nachhaltig. Bis Hoteliers und Seilbahnbarone dieses Bild während Corona ebenso nachhaltig zerstörten. Georg Steiner ist ein anderes Erbe zu wünschen.

stats