Macht uns zuviel Technik irre?
 

Macht uns zuviel Technik irre?

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Und warum das Marketer interessieren sollte

Multiple Devices, immer dabei. Facebook, Twitter und Co. Liken, kommentieren, teilen, einchecken auf Foursquare, alles in Echtzeit - am besten mit einem aktuellen Bild, versteht sich. Eine Chat-Message blinkt, E-Mails warten und WhatsApp klingelt auch schon wieder. Das ist viel? Vielleicht zu viel? 

Ob Entschleunigung im Zeitalter des „Always on“ notwendig ist, wird wohl auch der zentrale Diskussionspunkt auf der TEDx Linz diesen Freitag werden. Kein Wunder, ist ihr Initiator doch niemand  geringerer als Florian Novak, das Mastermind hinter dem Entschleunigungssender LoungeFM.

 

Der Mensch im Mittelpunkt

Doch was bedeutet diese Frage für uns Marketer? Sehr oft, wenn mir Fragen zu Social Media und den Möglichkeiten einzelner Plattformen gestellt werden, konzentrieren sich die zuvor angestellten Überlegungen auf Features und Tools. Das, was den eigentlichen Erfolg einer Social Media Strategie ausmacht, wird anfangs gerne übersehen: der Mensch. Es geht um Kommunikation. Wer das verstanden hat, für den sind die Tools zweitrangig. Sie ermöglichen lediglich die Kommunikation und Interaktion. Doch sie kommen in einer gut durchdachten Strategie erst an zweiter Stelle. 

Wer den Menschen in den Mittelpunkt rückt, seine Zielgruppe genau kennt und vor allem exakt weiß, was das Ziel der Konversation und Interaktion letztendlich sein soll, findet meist von selbst zur richtigen Plattform. Sind diese Voraussetzungen gut durchdacht und definiert findet man die Tools, mit denen man die gewünschten Effekte erzielen kann sehr einfach. Wer den Menschen in den Mittelpunkt stellt, vermeidet damit auch unnötigen Druck durch all diese technologischen Möglichkeiten. Denn wer an den Menschen denkt weiß, dass man eben nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit immer erreichbar sein kann und möchte. Dass Check-ins auf Foursquare selektiv stattfinden, und dass die Tatsache, dass man auf Facebook gerade online ist nicht zwingend bedeutet, dass man auch gerade Zeit zum chatten hat. 

 

So funktioniert der Mensch. Daran ändern auch das Handy und die beiden Tablets neben meinem Macbook nichts. Jene Marketer, die das verstehen, sind auch diejenigen, die in Social Media erfolgreich sind. Von ihnen können wir lernen. Und vielleicht auch von dem einen oder anderen Speaker der TEDx Linz.

Wie geht ihr mit dem Thema "Always on" um? Lasst mich eure Meinungen in den Kommentaren wissen.

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