Kommen jetzt die Cord Cutter?
 

Kommen jetzt die Cord Cutter?

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Kommentar von Jakob Steinschaden

Dem TV-Markt steht in zwei Wochen der Start von Netflix ins Haus und wirft die Frage auf, wie die Zukunft des linearen Fernsehens aussehen wird. Bei dem US-Dienst werden Internetnutzer gegen eine Monatsgebühr auf ein Video-Buffet Zugriff bekommen, von dem man noch nicht so genau weiß, was da inhaltlich aufgetischt wird. Die Konkurrenz gibt sich öffentlich gelassen, aber hinter den Kulissen wird emsig alles daran gesetzt, Netflix Paroli bieten zu können – Snap (Sky) senkte die Preise, maxdome (ProSiebenSat.1) will kundenfreundlicher werden, der ORF investierte in den österreichischen Video-on-Demand-Dienst Flimmit.

Zum Start wird der US-Dienst nicht das umfassendste Content-Paket abliefern können, jedoch investieren die Amerikaner pro Jahr zwei Milliarden Dollar in neuen Content. Mittelfristig ist ein solcher Dienst dann schon eine Alternative und nicht nur eine Ergänzung zum herkömmlichen TV – vor allem jenen, denen Werbeblöcke und ewige Wiederholungen missfallen, die gerne im Originalton schauen und Serienstaffeln auf einmal sehen wollen. Ja, auch in Österreich wird es die Cord Cutter geben, die zugunsten von Netflix aufs Kabel-TV verzichten.
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