Hirscher: Brutal, lässig und saugeil
 

Hirscher: Brutal, lässig und saugeil

Glosse von Birgit Schaller

Ich habe mitgezählt: „Geil“ war mit Abstand das meistgesagte Wort, knapp gefolgt von lässig, cool und brutal. So plauderte, man könnte auch sagen rappte, sich Marcel am 31. März in der Hirscher-Show ganz persönlich durch seine einstündige Hitradio-Ö3-Sendung. Es war eine Wetteinlöse, die dem vierfachen und gerade frisch gekürten Gesamtweltcupsieger und österreichischen Ausnahmetalent eine volle Stunde Aufmerksamkeit in der Hauptsendezeit brachte. Werbezeit, die der junge Skifahrer eigentlich nicht mal ansatzweise nötig hat. Ö3 vielleicht schon?

Die Idee war bestechend, und die Werber schienen Gefallen zu finden – korrekte Sprechtechnik vorm Mikro hin oder her. Der ORF reicht Hirscher gerade herum – vom spätabendlichen „ZIB 2-Polit-Talk“ mit Armin Wolf ging’s in den frühen Morgenstunden ins Studio an der Donaulände. Voll guter Laune und im breiten niederösterreichischen Heimdialekt mit Salzburger Einschlag (Skihotelfachschule) – die niederländische Mutter merkt man ihm nicht an – präsentierte Hirscher seine Lieblingssongs von „Sex on Fire“ bis „Brother“. Zum Abschluss gab er noch bekannt, dass er das „Sauweeda“ draußen (Sturm und Schnee) „geil“ findet, wegen dem „Powder“(Schnee), eh klar. Keine sprachliche Glanzleistung, aber ein sympathisches Glanzlicht.
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