Foursquare: Ab sofort können Brands in den St...
 

Foursquare: Ab sofort können Brands in den Stream der User posten

Neues Dashboard bringt auch neue Kommunikationsmöglichkeiten

Foursquare rollt seit heute sein neues Dashboard für Unternehmensseiten aus. Mit im Paket kommen damit auch erweiterte Möglichkeiten für Marken mit den Usern zu kommunizieren.


Neues Konzept für Reichweite

Dabei ist es nicht einmal zwingend nötig, möglichst viele Follower zu haben. Anders als bei Facebook oder Twitter, wo Brands nur mit Usern kommunizieren können, die die Marke einmal aktiv geliked haben oder ihr gefolgt sind, geht foursquare hier einen neuen Weg. Marken können Statusupdates eröffentlichen. Angezeigt werden diese als erstes jenen Usern, die bei dieser Marke eingecheckt haben und gerade in der Nähe sind. Ein Algorithmus berücksichtig hier die Anzahl und die Historie der Check-Ins, sowie den aktuellen Standort.

Die User können die Statusmeldungen dann liken. Genau wie die Check-Ins und Aktivitäten ihrer Freunde. Basierend auf den Likes entscheidet foursquare dann, ob einzelne Statusmeldungen von Brands einem größeren Kreis von Usern in der näheren Umgebung angezeigt werden.

 

Prominente Platzierung - Segen und Fluch zugleich

Die Anzeige erfolgt sehr prominent. Bisher waren Informationen zu Venues und Brands hinter dem Explore Tab versteckt. Das heißt der User musste sie aktiv dort suchen. Die neuen Updates werden direkt in den Stream eingespielt. Sie kommen also, gleichwertig mit den Check-Ins und Aktivitäten der Freunde in den Haupt-Feed. Mit Bildern angereichert sind sie dort sehr auffällig platziert.

Mit der prominenten Platzierung kommt aber auch eine große kommunikative Herausforderung auf die Unternehmen zu. Was gepostet wird, bekommt hohe Bedeutung. Nachrichten mit konkretem Nutzen für die User werden an dieser Stelle eher Akzeptanz finden, als platte Werbung. Was die User interessiert, gilt es möglichst schnell herauszufinden. Denn mit nur einem Klick kann dieser nämlich die Updates einer Marke abstellen. Ist die Marke erst mal auf „mute“ gestellt, erreichen ihn keine zukünftigen Meldungen mehr. Er müsste die Einstellung aktiv wieder aufheben, was vermutlich in den seltensten Fällen passieren dürfte.

Die Voraussetzungen sind aber gut. So kann beispielsweise pro Filiale separat gepostet werden. Gibt es ein Special also nur in ausgewählten Stores, kann die Nachricht lokal eingeschränkt auch nur dort angezeigt werden.

Auch für Zeiten, in denen gerade wenig los ist, wird das Kommunikations-Tool vermutlich gut geeignet sein. Da man User erreicht, die jetzt gerade in der Gegend sind, bieten sich kurzfristige Specials besonders an. 

 

Neues Revenue-Modell im Anmarsch

Nicht erst seit foursquare diesen Mai Steve Rosenblatt als Chief Revenue Officer eingestellt hat ist klar, dass man im New Yorker Headquarter nun offiziell auf die Suche nach Einnahmequellen gegangen ist. Mit dem neuen Feature steht nun natürlich die Tür für Sponsored Posts, ähnlich dem Modell von Facebook, weit offen. 

Man darf also nicht nur gespannt sein, wie die User die Neuerungen aufnehmen, sondern auch, was an Ad-Modellen hier noch auf uns zukommt.

 

Was haltet ihr von den neuen Möglichkeiten für Unternehmen? Werdet ihr sie für eure Brands verwenden? Lasst mich auch gerne in den Kommentaren wissen, was ihr aus User-Sicht davon haltet.

[Michael Weberberger]

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