Drohgebärden
 
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Glosse von Herwig Stindl.

Der Autor dieser Zeilen kennt Dieter Henrich, Geschäftsführer des VRM (Verband der Regionalmedien Österreich), ein gutes Jahrzehnt. Als nimmermüden, verbindlichen, hellwachen Anwalt „seiner“ Mitgliedsmedien, der regionalen Wochenzeitungen in Österreich (es ist das nicht hoch genug einzuschätzende Verdienst der lobbyistischen Kärrnerarbeit Henrichs und der kongenialen Beratungv on Media-Guru Gerhard Turcsanyi, dass die Regionalmedien vulgo Gratiszeitungen vom „Katzentisch“wegkommen und nunmehr zu Recht und mit Stolz erstmals auf Basis der „erwachsenen“ Media-Analyse erhoben und ausgewiesen werden).

Adelung bringt Verantwortung mit sich, sonst ist die Anerkennung schnell verspielt: Henrich mahnte bei der Präsentation der Regio Print-Daten am 14. September sinngemäß: „Die aktuellen Daten sind mit keiner anderen Studie, schon gar nicht bisherigen Regio Print-Ergebnissen, zu vergleichen.“ Und: Bei Vergleichen würde er dies als Geschäftsschädigung betrachten und den Presseratwegen Unterlassung der journalistischen Sorgfaltspflicht anrufen.

Lieber Dieter Henrich: Sag’ das zuerst Deinen Mitgliedern! Jeder Gesprächspartner des Autors, der in der Regio Print aufscheint, vergleicht „seine“ Werte Regio Print alt und Regio Print neu.

Und: Im neuen Leben der regionalen Gratiszeitungen gilt noch mehr als bisher: Vermeidet Etikettenschwindel! Das Ding, das ihr mit Stolz und unter – ich drücke es vorsichtig so aus – gefrorenem Lächeln von MA-Präsident Helmut Hanusch (der sich das wohl ein wenig sachlicher vorgestellt hat – zu Recht!) – präsentiert habt, listet „Regio Print-Titel, von der MA erhoben“. Nur das, sonst nix. (Zum Leserzahlen-Irrwitz siehe bitte Seite 18.)

Die Regio Print/MA 2010 ist der einzige je publizierte Halbjahresbericht der seit 1964 bestehenden MA, dessen da ausgewiesene Titel wie in der Jahres- und rollierenden MA voll im Zervice zählbar sind. Alsdann: Willkommen, VRM-Mitgliedsmedien!
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