‚Das Bärenfellsyndrom‘
 

‚Das Bärenfellsyndrom‘

Leserbrief von Stefan Lassnig. Betrifft: HORIZONT 13/2014, Seite 1 und Seite 14

Lieber Herr Loudon,

mit großem Interesse habe ich in der aktuellen Ausgabe des HORIZONT die ausführliche Berichterstattung zum Thema „Presseförderung“ studiert und möchte mich bei Ihnen und Ihrem Team für die professionelle und faire Aufbereitung dieses Themas ­bedanken.

Nur einen Gedanken muss ich unbedingt noch loswerden: Sie schreiben davon, dass sich Mediengattungen „untereinander madig machen“. Das entspricht zumindest aus meiner persönlichen Wahrnehmung heraus nicht den Tatsachen.
Der VRM folgt nicht dem leider oft üblichen Weg, andere schlechter zu machen, um selbst (angeblich) besser dazustehen (dazu passend die Stellungnahme von Gerald Grünberger auf Seite 14, der man inhaltlich in ­einer Diskussion durchaus entgegentreten könnte).

Konkret: Es gab im Vorfeld unserer Bemühungen um eine Aufnahme der Gratiszeitungen in die Presseförderung Gespräche mit dem VÖZ, hier ­einen gemeinsamen Weg einzu­schlagen.
Dieser wurde jedoch mit klaren Worten (Stichwort „Qualität“) seitens des VÖZ abgelehnt.

Außerdem werden Sie in unseren Unterlagen keine Hinweise darauf ­finden, dass wir weniger Förderung für die jetzigen Bezieher einfordern oder überhaupt die Leistungen der Kaufzeitungen pauschal infrage stellen (die Sinnhaftigkeit der Förderung zum Beispiel von tv-media und Zur Zeit zu hinterfragen, fällt hoffentlich nicht in das oben angeführte „Madigmachen“).
Wir wollen lediglich auf unsere Stärken hinweisen und stehen auf dem Standpunkt, dass wir ebenfalls förderungswürdige Inhalte liefern.
Von unserer Seite aus besteht nach wie vor die Bereitschaft, mit der Politik und anderen Fachverbänden gemeinsam eine neue Form der Presseför­derung zu schaffen, die Steuergelder zielgerichtet, fair und transparent ­verteilt.

Stefan Lassnig ist Vorstand der Regionalmedien Austria AG
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