CeBit sorgt für Energieschub
 

CeBit sorgt für Energieschub

29 spannende Startups stellten Konzepte zur Energieeffizienz vor

Die CeBIT 2013 in Hannover zeigte wohin der High-Tech-Hase läuft. Im Dickicht aus schillernden Endgeräten, Kabeln aller Art und charmanten Promotorinnen war vor allem die Lichtung in Halle 13 bei code_n inspirierend für Stefan Schwaha von ambuzzador, der nach seiner Rückkehr seine Eindrücke mit mir geteilt hat. 

29 Startups zeigten ihre individuellen Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz. Aus unterschiedlichen Richtungen nähern sich die Teams alle dem selben Ziel: Energieverschwendung in unterschiedlichen Bereichen den Kampf anzusagen. Dabei gilt es, diese Lösungen aus Technologien mit frischen Ideen so einzusetzen, dass langfristig Markterfolge erzielt werden können. Was Stefan als seine „buzzigsten WOW Erlebnisse“ bezeichnete, möchte ich euch hier vorstellen:

bettervest: Gemeinsam Energie sparen

Das Projekt bettervest setzt sich für das Crowdfunding von Energieffizienzmaßnahmen in Kleinbetrieben oder Kommunen ein, um Klimawandel in unsere Hände zu legen. Vielfach sind durch Investitionen auch finanzielle Einsparungen möglich, wobei sich diese erst auf einen längeren Zeitraum rechnen. Simples Beispiel: Dem Fahrradladen Kratzer fehlt das Geld, die Beleuchtung des Schauraums auf effizientere LED-Lampen umzurüsten. Die Community kann mit Beiträgen ab 50€ den nötigen Kredit gemeinschaftlich aufbringen und erhält im Gegenzug 80% der eingesparten Energiekosten. Damit sind Renditen von bis zu 9% möglich. Unternehmen, Community und Umwelt steigen dabei also mit einem WIN-WIN-WIN aus.

Changers.com: Sonne lädt Smartphone-Akku

Changers.com hingegen animiert Endverbraucher, den Strom für ihre Smartphones selbst zu erzeugen. Mit dem Erwerb eines Solarpanels und dazugehörigem Adapter um ca. 150€ kann jeder das eigene Smartphone oder andere Geräte CO2 neutral aufladen. Die erzeugten Watt und die damit verbundene CO2 Einsparung kann auf der Plattform hochgeladen und geteilt werden. So misst sich die Community in Highscores und wird über Badges und Awards belohnt. Darüber hinaus gibt es für jedes eingesparte Gramm CO2 Vergünstigungen für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen (DHL Versand, Carsharing Fahrten, Hotelgutscheine).

Carzapp: Das eigene Auto sharen

Wessen Auto länger steht als fährt, sollte darüber nachdenken seinen eigenen CarSharing Betrieb aufzubauen. Carzapp ermöglicht dieses Unterfangen auf eine sehr komfortable Art und Weise. Mit dem entsprechenden Kit kann das Fahrzeug so ausgerüstet werden, dass es von Interessenten mit ihrem Smartphone geöffnet werden kann. Das funktioniert natürlich nur, wenn der Kunde das Fahrzeug innerhalb dieser Zeitspanne für sich reserviert hat. Die Abwicklung und Kommunikation erfolgt dabei über die Carzapp Plattform. Berlin ist die erste Stadt, wo dieser Dienst großflächig angeboten wird.

Intelen: Stromsparer für Büros

Wer hat den Beamer laufen lassen? Diese Frage hört man häufiger in Büros. Intelen hat sich etwas überlegt, damit man diese Fragen öfter und vor allem früher hört. Durch Smart Metering lässt sich der Energieverbrauch in Echtzeit auslesen. Der Facility Manager erhält auf der Plattform genaue Analysen, welche Prozesse für den aktuellen Stromverbrauch maßgeblich verantwortlich sind. Über Push Notifications kann er dann Mitarbeiter kontaktieren: “Draußen scheint die Sonne, braucht ihr das Deckenlicht wirklich?” Wer diesen Hinweisen nachkommt und reagiert, erhält eine Belohnung in Form von Badges und Punkten. Die Wahl des Mitarbeiter des Monats erhält so eine völlig neue Dynamik.

Was haltet ihr von diesen energiegeladenen Ideen? Würdet ihr, privat oder in euren Unternehmen, solche Dienste verwenden? Lasst mich eure Meinungen in den Kommentaren wissen.

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