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Badgify - Wiener Start-Up im Wachstumsmarkt Gamification vor dem Start

Der Gamification Markt wächst wie verrückt.

Nicht erst seit Paradebeispiele wie foursquare zeigen, wie Gamification-Mechanismen, Badges und andere Anreize reale und digitale Welt verschmelzen lassen, sind diese Begriffe in aller Munde. Auf jeder Konferenz, in der digitale Trends diskutiert werden, ist Gamification zwischenzeitlich ein fixer Bestandteil.

Laut M2 Research wird der Gamification Markt bis 2015 auf 1,6 Mrd. US-Dollar Umsatz anwachsen. Für 2016 wird ein weiterer Zuwachs auf 2,8 Mrd. US-Dollar prognostiziert. Bereits 2011 wurden rund 100 Mio. US-Dollar in die Gamification Entwicklung investiert.

 

Start-Ups, die diesen Trend früh erkennen und darauf aufbauen, kennt und erwartet man vor allem aus den USA. Nun startet aber gerade in unserer Mitte ein Wiener Unternehmen in genau diesem Wachstumsmarkt. 

Badgify.com lautet der Name und die Website, die sich derzeit noch in der Pre-Launch Phase befindet, ist als Teaser gedacht und daher noch entsprechend kryptisch gestaltet. Ich habe aber mit Philipp Melab, dem technischen Mastermind hinter Badgify, gesprochen und er hat mir dann doch bereits mehr verraten.

„Für Unternehmen geht es kommunikativ heute vor allem darum, mehr Engagement und Nutzerbindung zu erreichen. Dafür ist natürlich Gamification die erste Antwort.“ Besonders kleine oder mittelständische Unternehmen, deren Geschäftsmodell nicht von Beginn an darauf ausgerichtet  wurden, stehen oftmals vor drei zentralen Herausforderungen:

  • Entwicklungsaufwand: Der Aufwand, eine eigene Gamification-Lösung zu implementieren, steht oft in keinem Verhältnis zum Nutzen. International gibt es einige Dienstleister, die Lösungen anbieten. In vielen Fällen sind allerdings selbst die Entwicklungskosten dafür zu hoch für das durchschnittliche österreichische Werbebudget. 
  • Achievements/Challenges: Um ein Spiel dauerhaft interessant zu machen braucht es mehr als drei zu erreichende Ziele. Diese zur Verfügung zu stellen ist aber oft schwer oder gar nicht möglich.
  • Cold Start Effect: Je weniger Leute mitmachen, desto weniger interessant ist die Anwendung. Kleinere Aktionen sind aber schon wieder vorbei bevor diese Hürde überwunden werden kann. 

Badgify verspricht, diese Herausforderungen zu lösen. Dabei, wie genau diese Lösung aussehen wird, lässt sich Philipp aber noch nicht in die Karten blicken. „Wir planen einen Launch in drei Phasen, wovon die Erste im 4. Quartal 2012 in Live-Betrieb gehen wird.“

 

Hinter Badgify steht die Wiener Digital und Social Media Agentur Zensations von Sabrina Hanneman. In die Entwicklung sei daher viel Know-How aus der täglichen Arbeit mit Kunden eingeflossen. Sicherlich eine gute Voraussetzung, für einen erfolgreichen Start. 

Ich freue mich jedenfalls über ein Österreichisches Start-Up in diesem spannenden Umfeld und wünsche Badgify alles Gute für den Launch.

[Michael Weberberger]

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