B2B Leadgenerierung mit Twitter Ads - ein Sel...
 

B2B Leadgenerierung mit Twitter Ads - ein Selbstversuch

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So sieht die fertige Twitter Card zur Leadgenerierung aus.
So sieht die fertige Twitter Card zur Leadgenerierung aus.

Twitter bietet unter seinen Ad-Optionen eine spannende Kategorie an: nämlich Twitter Cards speziell zur Leadgenerierung.

Das Service soll helfen Twitter Handles und E-Mail Adressen von Interessenten zu sammeln. Klingt soweit sehr vielversprechend, zumal es recht unproblematisch getestet werden kann: man zahlt nämlich nur, wenn tatsächlich ein Lead generiert wird. Für Impressions oder Clicks wird nichts verrechnet.

Da wir ohnehin aktuell mehrere Lead-Kampagnen fahren habe ich mir eine davon geschnappt und die Twitter Ads gleich mal ausprobiert. Wir arbeiten auf unserer Landingpage bereits mit einem Whitepaper, das kostenlos angefordert werden kann. Es bietet sich daher perfekt für die Twitter Kampagne an. Die Zielgruppe ist ausserdem ziemlich spitz. Das Whitepaper wendet sich an Marketer, die mit dem Gedanken spielen, ein Prämienprogramm aufzubauen. Also ein klassisches B2B Projekt. Mal sehen, wie sich Twitter hier schlägt.

Das Aufsetzen geht recht einfach. Unter ads.twitter.com lässt sich innerhalb weniger Minuten eine Kampagne anlegen. Was man vorbereiten sollte, ist ein Visual mit mindestesn 800 x 200 Pixel. Den Rest konfiguriert man direkt im Online-Cockpit von Twitter.

Das Endergebnis sieht aus wie ein regulärer Tweet, an dem unten ein Rich Snippet hängt, das im Wesentlichen aus dem Visual und einem Call-to-Action-Button besteht. Den Button kann man mit 20 Zeichen beliebig benennen - bei mir heißt er „Whitepaper anfordern“. 

Besonders spannend klingen die Targeting-Optionen. Da kann zuallererst mal nach Ländern eingeschränkt werden - in meinem Fall Österreich, Deutschland und Schweiz. Die Sprache der Zielgruppe kann man ebenfalls definieren - in meinem Fall Deutsch. Wobei dadurch vermutlich User wie ich, die Twitter auf Englisch nutzen, durch den Rost fallen. Weiters kann man nach Interessen targeten - da bleibt bei mir am Ende allerdings wenig Sinnvolles übrig. „Marketing“ war eine Einschränkung, die für mich Sinn ergeben hat. Spezifischere Begriffe waren leider nicht möglich. Für andere Anwendungsfälle ist diese Option aber bestimmt spannend. Keywords lassen sich ebenfalls targeten. Ich verwende in meiner Kampagne „Prämienprogramm, Kundenbindung, Vertriebssteuerung, Umsatzsteigerung und Verkaufsförderung“. Von den restlichen Optionen habe ich keinen Gebrauch gemacht. Ähnlich wie bei Facebook könnte man noch tailored audiences - also User, die man bereits kennt, oder deren look alikes targeten. „TV targeting“ oder „event targeting“ spielen in meinem Fall auch keine Rolle, obwohl diese Möglichkeiten anderweitig sicher Sinn ergeben. Schlussendlich könnte man auch noch Zielgruppen ausschließen. Auch das habe ich in meinem Fall nicht getan.

Das Budget stellt man dann so ein, wie man das auch von Google oder Facebook bereits gewohnt ist. Man definiert sein Maximalgebot pro Lead, ein Limit für den Tag und ein Limit für die gesamte Kampagne. Statt des Maximalgebots könnte man alternativ auch einen angestrebten Zielwert verwenden, auf den Twitter dann versucht, die Kampagne zu optimieren. Oder aber ein automatisches Gebot, wobei Twitter hier verspricht „das beste Ergebnis zum niedrigsten Preis innerhalb des Budgets“ zu liefern.  

Parallel zum Setup zeigt Twitter eine Schätzung, wieviele User mit dem Ad voraussichtlich  pro Tag erreicht werden können, mit wievielen Impressions man rechnen darf und auch, wieviele Leads Twitter sich täglich erwartet. Wobei die Schätzungen natürlich rein auf den Targeting-Kriterien beruhen und weder das Creative, noch die Attraktivität des Call-to-Actions bewerten. Mir kommt vor allem die Schätzung der Leads recht hoch vor für meinem speziellen Fall, aber ich lasse mich natürlich gerne positiv überraschen.

Mal sehen, was sich da in den nächsten Tagen tut. Die Anzeige läuft erst seit einigen Stunden, aber erreicht jetzt bereits laut mitgeliefertem Reporting recht anständige Impression-Zahlen. Letztendlich zählt für mich aber die Zahl der Leads, auf deren Qualität ich auch bereits sehr gespannt bin. 

 

Nutzt ihr die Twitter Ads Option „Lead Generierung“ bereits für eure Kampagnen? Welche Erfahrungen habt ihr bisher damit gemacht? Lasst mich eure Meinungen gerne in den Kommentaren wissen.

[Michael Weberberger]

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