Augen auf für Neues
 

Augen auf für Neues

Kommentar von Gerlinde Giesinger

Der Einstieg in die Branche war nie leicht, meint Personalexperte Georg Unger. Dass er damit recht hat, zeichnet sich für junge Kommunikationstalente meist früh ab. Etwa dann, wenn sie sich zu Beginn ihres Publizistik-Studiums mit tausend anderen Anfängern in das Audimax der Uni Wien quetschen und am Boden sitzend zu hören bekommen, dass man hier mit dem Berufswunsch Journalist oder Werber an der falschen Adresse sei. Ebenso umkämpft sind später freie Plätze in Seminaren oder Praktika – oft eher schlecht als recht bezahlt, versteht sich. Die Rahmenbedingungen für Nachwuchstalente sind nicht einfach, die Erwartungen oft aber auch fern von der Realität. Wer fix damit rechnet, sich nach dem Abschluss sofort eine Festanstellung bei einem Qualitätsblatt zu schnappen, dem kann es leicht passieren, enttäuscht zu werden. "Flexibel und offen für Neues, Unbekanntes muss man sein", sagt Unger. Und hat auch damit recht.
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