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3,5 Thesen zu Facebooks neuem Newsfeed für Marken

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Johannes Lenz präsentierte seine Ansichten auf der AllFacebook Marketing Konferenz

Noch haben erst wenige Auserwählte den neuen Newsfeed, den Facebook Anfang März vorgestellt hat. Doch während der Rollout noch läuft können aus den bisherigen Informationen und Erfahrungen der Early Adopter schon erste Konsequenzen für Brands und das Marketing im größten Social Network abgeleitet werden. 

Johannes Lenz von Akom360 war aus diesem Anlass auf der AllFacebook Marketing Konferenz eingeladen, um seine 3 1/2 Thesen zur Auswirkung des neuen Streams zu präsentieren. Ich habe sie für euch hier zusammengetragen und auch seine Slides unten verlinkt: 

These 1: It‘s your visual content, stupid.

„Visuelles Storytelling wird in das Zentrum des Unternehmensauftritts bei Facebook gerückt und muss, wenn man mehr Fans und mehr Interaktion als Ziel voraussetzt, einfach optimal sein und sitzen! Hinzu kommt, dass dieser visuelle Content durch gezieltes Targeting vom “Content is King” zum “Targeted Content is  King Kong” wird, um Curt Simon Harlinghausen an dieser Stelle frei zu zitieren.“

Bilder stehen zentral im Mittelpunkt des neuen Newsfeed und damit muss auch die Kommunikation visueller werden. Wer mit seiner Marke aus all den Urlaubsfotos und „Katzenbildern“ hervorstechen möchte, muss dafür ein passendes Konzept haben und wirklich ansprechenden Content produzieren.

 

These 2: It‘s your time, stupid.

„Der Faktor Zeit wird bedeutender für Markenauftritte, weil Nutzern mehr Feeds zur Verfügung stehen und damit mehr Content, was zugleich bedeutet, dass sie länger auf der Plattform verweilen werden.“

Der Kampf um die Aufmerksamkeit wird noch intensiver. Nutzer können künftig mit nur einem Klick filtern, um beispielsweise nur noch Beiträge ihrer Freunde zu sehen. Wenn Marken also noch Reichweite erzielen wollen, müssen sie starke Inhalte bieten. Ansonsten werden sie die User ganz einfach ignorieren. Jene Marken, die es aber schaffen, nachhaltige Interaktion zu erzeugen, werden auch im „Friend-Stream“ wieder auftauchen und damit von diesem Filter weniger betroffen sein als reine „Broadcaster“ Marken.

 

These 3: It‘s your community management, stupid.

„Gutes und effizientes Community Management lebt in erster Linie vom Engagement der Mitarbeiter und ihrer Verbundenheit zur Marke, aber dies hat Grenzen: Ohne ausreichende Ressourcen sind sie ausgeliefert und das künftig mehr denn je!“

Besserer Content, idealer Weise visuell aufbereitet und erhöhtes Engagement mit den Nutzern erfordert natürlich Manpower. Auch wenn zwischenzeitlich viele Unternehmen auf den Social Media Zug aufgesprungen sind und dafür eine eigene Stelle geschaffen haben, ist dennoch davon auszugehen, dass die Ressourcen hier bald knapp werden. Jene Marken, die bereits jetzt erkennen, dass ein noch intensiverer Fokus gefragt ist, werden überproportional profitieren. Sie haben die Chance, sich von Beginn weg von der Konkurrenz abzuheben.

 

These 3,5: It‘s all about emotions, stupid.

„Emotionen werden immer wichtiger. Facebook setzt hier sowohl auf den Content, als auch auf integrierte Features.“ 

Der Newsfeed wird alleine schon durch seine bilderreiche Aufmachung emotionalisiert. Emotionaler Content wird in diesem Umfeld besonders gut punkten können, zu Interaktion führen und damit weiter an Reichweite gewinnen. Darüber hinaus hat Facebook aber ganz subtil kleine Gadgets eingebaut, die zusätzlich emotionalisieren. Die größeren Profilbilder beispielsweise geben dem Empfehlungscharakter noch mehr Gewicht. Vor allem, wenn Nutzer mit Marken interagieren und ihre Freunde den Content auf diese Weise in ihren Feed bekommen. Ein kleiner grüner Punkt neben dem Namen, der bereits aus der Chat-Leiste bekannt ist, gibt das Zeichen, dass der betreffende Freund gerade online ist. Ein zusätzlicher Anreiz zur spontanen Interaktion. Dem sozialen Kontext und Emotionen wird also immer mehr Raum gegeben. Marken, die ihren Platz in diese emotionalen Umgebung finden, werden zukünftig besonders gut punkten können.

Wer den ganzen Vortrag von Johannes nachlesen möchte, findet ihn hier auf Slideshare

Was haltet ihr von diesen Thesen? Habt ihr bereits Erfahrungen mit dem neuen Newsfeed gemacht und eigene Ansätze, welche Auswirkungen er auf Markenkommunikation haben wird? Lasst mich eure Meinungen gerne in den Kommentaren wissen.

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