30 Jahre HORIZONT: Die Werbewelt als Sensor d...
 
30 Jahre HORIZONT

Die Werbewelt als Sensor der Lebensart

Sabine Klimpt

In den vergangenen drei Dekaden gab es Zeiten, in denen die Branche sich anfeindete, mit einigen Kampagnen unter der Gürtellinie für Fremdscham sorgte, mit anderen internationale Preise holte, sich neuen Konkurrenten stellte und an einem Strang zog.

Als HORIZONT vor 30 Jahren gegründet wurde, hatte die Werbung ihre Goldene Ära schon fast hinter sich, sagen manche. Dennoch erschufen die Kreativagenturen auch weiterhin noch Filmchen mit Kultcharakter. Damit haben sie in so manchem Fall, wohl oft nicht einmal vorsätzlich, Werbung als Teil von persönlichen (Kindheits- und Jugend-)Erinnerungen positioniert.


Über die Jahrzehnte brannten sich Jingle-Ohrwürmer und 30-sekündige Geschichten ins Gedächtnis und schufen für viele für immer eine unverkennbare Verbindung mit der Marke. Selbst wenn es auch fürs Marketing letztlich um den Geschäftserfolg und Absatz geht, ist so ein langfristiger Kreativ-USP mit Nostalgiefaktor unbezahlbar.



Das gilt umso mehr in der Dynamik der Kommunikation. In den vergangenen drei Dekaden gab es Zeiten, in denen die Branche sich anfeindete, mit einigen Kampagnen unter der Gürtellinie für Fremdscham sorgte, mit anderen internationale Preise holte, sich neuen Konkurrenten stellte und an einem Strang zog.



Während Agenturen sich täglich an den konstanten, endlosen Progress anpassten, um ihr doch immer einen Schritt voraus zu sein, emanzipierte sich die Mediasparte, während Digitalagenturen aus der Nische in die digitale Normalität emporstiegen. Und auch die nächsten drei Jahrzehnte wird die Marketing- und Agenturenwelt das kreative Abbild der Gesellschaft bleiben, der Sensor ihrer Lebensart.

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