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Zum goldenen Hirschen im Umbruch: Martinek und Zelmanovics verlassen Agentur

Herbert Rohrmair-Lewis, Markus Zauner und Joachim Kurz (v.l.) führen nun die goldenen Hirschen beziehungsweise Sherpas an.
© Dimo Dimov / Hirschen / 365 Sherpas

Der designierte Managing Director Herbert Rohrmair-Lewis verrät im HORIZONT-Gespräch die neue Kreativleitung der Hirschen sowie die neue 365 Sherpas-Spitze. Und: welche Agenturmarken und Schritte in Österreich geplant sind, warum künftig stärker mit den deutschen Kollegen zusammengearbeitet wird und Customized Agencies hierzulande noch ein Thema werden.

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„Die Agenturbranche in Österreich befindet sich im Umbruch. Es ist wichtig, wach zu sein und ein Agenturmodell zu haben, das sich nicht überholt“, begründet Herbert Rohrmair-Lewis, Managing Partner bei Zum goldenen Hirschen, im Gespräch mit HORIZONT den Umbruch der Agentur. Und der hat es in sich: Gerhard Martinek, geschäftsführender Gesellschafter und Alexander Zelmanovics, geschäftsführender Gesellschafter Kreation, haben schon mit Ende Mai das Unternehmen verlassen, wie nun bekannt wurde. Rohrmair-Lewis indes wird zum Managing Director ernannt und vertritt als geschäftsführender Gesellschafter von Zum goldenen Hirschen und 365 Sherpas das gesamte Leistungsportfolio in Österreich.

Zauner und Kurz als neue Spitzen

Markus Zauner (J. Walter Thompson) übernimmt die Kreativleitung von Zum goldenen Hirschen Campaigning. Und auch bei der politisch-strategischen Kommunikationsberatung 365 Sherpas, die Rohrmair-Lewis 2017 am Wiener Standort ins Leben gerufen hatte, tut sich was an der Spitze, denn die Leitung selbiger übernimmt Joachim Kurz.

Die Hirschen Group würde zu den erfolgreichsten Agenturen zählen, mit über 750 Mitarbeitern im deutschsprachigen Raum, meint Rohrmair-Lewis: „Dieses Wachstum, das die Gruppe hingelegt hat, haben wir in Österreich nicht geschafft. Mit den Umstrukturierungsarbeiten am Wiener Standort werden wir versuchen, diese Blaupause wesentlich besser nachzuzeichnen.“ Die Hirschen Group in Deutschland habe schließlich ebenfalls mitbekommen, „dass wir Blut geleckt haben und uns auch breiter aufstellen wollen.“

„ressourcenmangel“ und mehr Strategie

Man wolle jetzt einiges investieren – den Rollout der in Deutschland bereits tätigen Multichannel-Agentur ressourcenmangel zum Beispiel kann sich Rohrmair-Lewis durchaus als nächsten österreichischen Schritt vorstellen. Auch wolle man sich im Strategiebereich verstärken. „Der gemeinsame Nenner und die zentrale Ressource aller Marken ist Kreativität, das ist die Grundlage unserer DNA. Wir befinden uns in einem Kulturwechsel. Und wir glauben an maßgeschneiderte Teams und agile Prozesse“, führt Rohrmair-Lewis aus. „Dazu gehört nun auch, verstärkt mit den deutschen Kollegen zu kooperieren. Ob sie von Köln nach Berlin fliegen oder von Hamburg nach Wien – das ist ja dasselbe. Es wird alles vernetzter und wir brechen damit Mauern nieder“.

Deutsche Blaupause für Österreich

Auch das Thema Customized Agencies könnte, wie in Deutschland bereits mit den Roten Hirschen, zu einem in Österreich werden, wie Rohrmair-Lewis anklingen lässt. Maßgeschneiderte Agenturen gebe es hier noch zu wenige. Die hiesigen Hirschen seien schließlich bereits Teil einer deutschen Customized Agentur für einen internationalen Handelskunden. Welchen Weg nun Zelmanovics und Martinek ihrerseits einschlagen, weiß Rohrmair-Lewis offiziell nicht, aber „wir sind dankbar, dass sie Zum goldenen Hirschen aufgebaut haben.“ Beide waren in den letzten Jahren unter anderem für Kunden wie Baumax, Nöm, Generali und Raiffeisenbank International verantwortlich gewesen. Die flexible Ausdehnung auf mehr Marken als Zum goldenen Hirschen dürfte wohl auch zur personellen Umstrukturierung beigetragen haben.

Künftig will die Hirschen Group ihr Leistungsangebot auch in Deutschland etablieren, wie Martin Blach, Co-CEO der Hirschen Group, verrät. In Deutschland würden zahlreiche Kunden punktuell oder dauerhaft durch Teams unterschiedlicher Agenturmarken betreut, darunter Das Erste oder das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Das liefere „die Blaupause für die Aufstellung am Wiener Standort. Wir sind uns sicher, dass auch österreichische Kunden vom unkomplizierten und schnellen Zugriff auf alle für sie relevanten Gewerke und Expertise profitieren“.

 

 

 

 

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