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WWW statt Kino

Fast die Hälfte der Kinofilme wird nicht in den deutschen Kinos, sondern daheim vorm PC konsumiert.
© Ferenc Szelepcsenyi/Fotolia

Laut "Respect Copyrights" sind in Deutschland 40 Prozent der Kinofilme illegal im Netz, 2007 waren es noch 54 Prozent.

Wie die deutsche Nachrichtenagentur AP nach einer Studie zur gleichnamigen Zukunft Kino Marketing-Kampagne "Respect Copyrights" vermeldet, sind 40 Prozent der Kinofilme illegal online verfügbar. Und das obwohl die Zahl der Raubkopien insgesamt weniger werde - 2009 sei sogar das erste Jahr seit der ersten Studie im Jahr 2005, in dem weniger als die Hälfte der Filme illegal im Web herumschwirrten. Deswegen werten Kinobetreiber diese Zahl auch als Erfolg für die Kampagne "Respect Copyrights". Doch die massenhaften Downloads seien nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem, das auch weiterhin effektive Maßnahmen der Filmwirtschaft erfordere, wie Jan Oesterlin, Geschäftsführer von Zukunft Kino Marketing, die die Kampagne initiiert hat, meint.

Ein Vergleich des zweiten und dritten Quartals 2009 zeige dabei, dass sich die Situation verschlechtert habe: Lag der Zeitpunkt des Erscheinens der Filme im Internet im zweiten Quartal im Durchschnitt bei 0,98 Tagen vor Kinostart, so lag er im dritten Quartal bei 2,25 vor Kinostart.

Dabei gilt: Je beliebter ein Film im Kino ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass er als Raubkopie im Internet verfügbar ist. So stehen der Studie zufolge fast alle Kinofilme ab 100.000 Kinobesuchern am Eröffnungswochenende illegal online zur Verfügung. Filme mit 50.000 bis 100.000 Zuschauern sind zu 67 Prozent betroffen.

Grundlage der aktuellen deutschen Untersuchung waren alle 465 Kinofilme, die von Anfang Oktober 2008 bis Ende September 2009 in den deutschen Kinos gestartet sind. Berücksichtigt wurden bei der aktuellen Untersuchung Foren, Portale, Newsserver und Filesharing-Technologien. Auffällig sei, dass 29 Prozent der illegal verfügbaren Filme bereits vor Kinostart und 40 Prozent am Eröffnungswochenende online erhältlich seien.

(Quelle: AP/APA)

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